Mobbing

Stoppt Mobbing – bevor es beginnt !

Stoppt Mobbing – bevor es beginnt!

27.11.10 (Allgemein)

Wir sprechen von Mobbing, wenn eine unbewältigte Konfliktsituation unter Kollegen
oder durch Vorgesetzte über einen längeren Zeitraum besteht.

Es geht also um Mobbing am Arbeitsplatz.

In den Köpfen schwirrt noch immer die von Prof. Leymann geprägte Definition
mindestens 6 Monate und einmal wöchentlich” herum.
Betroffene werden aufgefordert ein Mobbing-Tagebuch zu führen
und sich mindestens 6 Monate quälen zu lassen.

Welch ein Unsinn !

Wir stoppen Mobbing sofort und effektiv, in dem Moment, wo jemand in unsere Beratung kommt.
Bei einigem Nachdenken leuchtet es jedem ein, dass man nicht 6 Monate Buch darüber führt,
wie man sich quälen läßt.  – Wie man Mobbing sofort beendet, zeigen wir auch an Fallbeispielen.

Margit Ricarda Rolf
Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale
in Deutschland

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Mobbingberatung

29.11.10 (Allgemein, Mobbingberatung)

Mobbing-Beratung in der Mobbing-Zentrale

Seit 1997 wurde über 11.000 Betroffenen in Deutschland durch
eine Beratung bei uns geholfen.

Die Beratung umfasst:

eine Datenaufnahme von etwa fünf Minuten,
eine Strategie-Ermittlung von etwa Fünfzig Minuten und
das Festhalten des Ergebnisses auf einem Laufzettel,
mit den Adressdaten von Fachpersonal,
an das sich der Betroffene wenden kann.

Mobbingberatung – es gibt immer eine Lösung
Erfolge zeigen:         – man ist niemals zu alt.

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Mobbing – der Betriebsrat informiert:

14.05.12 (Allgemein, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung)

Vor etlichen Jahren wurde ich von einem Betriebsrat gebeten
ein Plakat zu entwerfen, mit dem man die Belegschaft
am Schwarzen Brett ansprechen kann.
Es sollte etwas Humorvolles sein, trotz des ernsten Themas.

Da Mobbingbetroffene fast immer erst zur Beratung kommen,
wenn es zu spät ist, habe ich den Suppenkaspar dem
Konflikteskalationsmodell von Leymann gegenüber gestellt.
Herausgekommen ist dieses Plakat, das ich jetzt Betriebsräten
zur Verfügung stellen möchte.
Das Original gibt es bei uns gegen eine Schutzgebühr
von € 10,– im DinA 3 Format.

Wir unterstützen Betriebs- und Personalräte im Kampf gegen Mobbing :

Mobbing-Zentrale hilft sofort Mobbing zu beenden.

Mobbing-Stationen am Beispiel vom Suppenkaspar

Download: hier



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Mobbing stoppt man – und zwar sofort!

14.05.12 (Allgemein, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung)

Im Spiegel erschien gerade ein Artikel über Mobbing. Es kommen auch Experten zu Wort, die immer noch behaupten, gegen Mobbing können man nichts tun.
Martin Wolmerath rät von Mobbingklagen ab, weil unsere Justiz in Deutschland versucht Mobbingklagen im Keim zu ersticken. Auch ich rate von Mobbingklagen ab, wenn sie nicht erfolgversprechend sind. Das heißt jedoch nicht, dass man bei Mobbing nicht erfolgreich klagen könnte.

Im Juristischen Fachausschuss der Mobbing-Zentrale haben wir festgelegt, welche Klagen geführt werden und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine Klage erfolgreich führen zu können. Dennoch gibt es keine urteile. Warum nicht?

Merken Arbeitgeber, dass eine Klage zum Erfolg führt, bieten sie sehr hohe Abfindungen an, damit es nicht womöglich zu einem Grundsatzurteil kommt.
Dem Mandanten kann das allerdings egal sein, wenn er auf dem Vergleichswege zu einer Entschädigung kommt, die ihm ein neues Leben nach Mobbing ermöglicht. Es kommt für ihn nicht darauf an, ob Urteil oder Vergleich drüber steht.

Hier der Artikel vom Spiegel:

http://www.spiegel.de/thema/mobbing/

Schade. Man hätte ihn sehr viel konstruktiver schreiben können. Seit der Eu-Rahmenvereinbarung IP 07/569 geht es Arbeitgebern an den Kragen, die Mobbing tolerieren und nicht aktiv dagegen tätig werden. Dazu braucht es aber Rechtsanwälte, die mutig sind und ihr Handwerk verstehen. Wir haben schon lange keinen Grund mehr zu Resignation.

Man kann gegen Mobbing nicht nur erfolgreich tätig werden, man sollte es auch unbedingt.



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Mediation – der Königsweg bei Konflikten

05.04.12 (Allgemein, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung, Radikative Mediation)

Konflikte sind weder gut noch schlecht. Ohne Konflikte würden wir uns nicht entwickeln.
Die Herausforderung ist es, mit Konflikten so umzugehen, dass am Ende alle gestärkt
und mit neuen Erkenntnissen aus der Konfliktsituation gehen.

Wir führen seit 2000 etwa Mediationen erfolgreich durch.

Zunächst findet ein Vorgespräch mit dem Arbeitgeber statt, denn er ist auch
unser Auftraggeber. Es wird geklärt, was der Arbeitgeber von der Mediation erwarten darf.
Wir betrachten die Konfliktsituation gemeinsam aus seiner Sicht und verabreden einen
zweiten Termin mit den Medianden.

Im zweiten Termin nehmen wir den Medianden die Angst, erklären den Ablauf der Mediation,
beantworten Fragen und hören uns auch die Sichtweise der Medianden an. Hier entscheidet sich,
ob eine mediation sinnvoll ist.

Dann findet die eigentliche Mediation statt. Wir beginnen morgens um 9 Uhr und enden,
wenn wir zu einer Lösung gekommen sind. Das ist regelmäßig etwa nach fünf bis sieben Stunden
der Fall. Wir legen uns aber nicht fest. Am Ende steht eine Mediantionsvereinbarung,
die die Medianden mit unserer Hilfe erarbeitet haben. Sie wird schriftlich festgehalten.

Wir fertigen eine entsprechende Mediationsvereinbarung als Urkunde aus und kommen
ein viertes Mal zusammen, um diese von den Medianden und uns unterzeichnen zu lassen.
Jeder Mediand erhält ein Exemplar. Eines erhält der Arbeitgeber und eins bleibt in der
Mobbing-Zentrale.

Der Stundenaufwand liegt inkl. Fahrtzeiten etwa zwischen 12 und 20 Stunden.
unser Stundenhonorar beträgt € 120,–.

Es ist uns bisher immer gelungen zu einer Lösung zu kommen. In der Mehrzahl aller Fälle
sind alle Medianden im Unternehmen geblieben und haben ihren Arbeitsplatz erhalten können.
Das Unternehmen konnte insgesamt ein neues Bewußtsein für Konflikte entwickeln.

Nur in wenigen Ausnahmen entstand der Wunsch nach der Mediation das Unternehmen zu verlassen.
Die Trennung erfolgte einvernehmlich und fair.

Verglichen mit den nahezu kriegerischen Auseinandersetzungen im Gerichtssaal ist und bleibt die
Mediation der Königsweg, den wir jedem Arbeitgeber ans Herz legen möchten.



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Mobbing – wenn 13jährige mobben, kann man nichts machen? – Falsch!

21.03.12 (Allgemein, Cyber-Mobbing, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung)

Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale

Immer wieder höre ich dieses Argument von Eltern, Lehrern, Schulleitern, Polizei und Staatsanwaltschaft. Dieses Argument ist einfach nur – falsch!

Es zeigt deutlich, wie sehr alle Beteiligten auf das Strafrecht fixiert sind. Ein Jugendlicher unter 14 Jahren, der eine Straftat begeht, wird, besonders, wenn er Ersttäter ist, von Gerichten milde beurteilt. Regelmäßig fallen Bestrafungen wie Papiersammeln im Park oder anderen sozialen Einrichtungen an, die von Jugendlichen kaum ernst genommen werden. Erwachsene fühlen sich hilflos und allein gelassen. Selbst Lehrer und Polizisten wissen sich kaum einen Rat.

Straftaten lösen aber darüber hinaus in aller Regeln auch zivilrechtliche Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld aus. Bei Cyber-Mobbing mit sexuell beleidgenden Inhalten können diese leicht 20.000 € oder 70.000 € betragen. Auch Neugeborene sind Menschen. Ihre Würde ist durch Art. I GG genauso geschützt, wie die Würde eines erwachsenen Menschen. Selbst ein Neugeborener hätte also einen Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Wenn Jugendliche auf Facebook oder SchülerVZ andere Jugendliche beleidigen, deren Fotos hochladen und mit beleidigenden Kommentaren versehen, sie verleumden oder vertrauliche Informationen preisgeben, dann lösen diese Straftaten regelmäßig Schadensersatzansprüche der Opfer aus. Diese können auch durchgesetzt werden, indem man einen Anwalt beauftragt. Unsere Anwälte nehmen solche Fälle sehr ernst.

Nun bekommt man in Deuschland erfahrungsgemäß nur so viel Recht, wie man sich leisten kann. Daher empfehlen wir Eltern eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Nur so können Eltern ihr Kind effektiv vor Mobbing schützen.

Ein Hinweis noch an Lehrer:
Lehrer, denen ein Kind oder deren Eltern anzeigen, dass sie sich gemobbt fühlen, und die nicht tätig werden, drohen ebenfalls hohe Schadenserrsatzforderungen. Dasselbe gilt natürlich für Schulleiter.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass Eltern sich für die Rechte ihrer Kinder stärker einsetzen und dass Lehrer sich fortbilden lassen. Niemand darf bei Mobbing hilflos zusehen und Eltern erzählen, man könne nichts dagegen tun! Das ist einfach nur – falsch!



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Cyber-Mobbing: BZ ahndet Fall mit Arbeitseinsatz

13.03.12 (Allgemein, Cyber-Mobbing, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung)

Cyber-Mobbing: Wenn Fotos oder Filme ohne Zustimmung des Gezeigten im Internet landen.
Cyber-Mobbing: Wenn Fotos oder Filme ohne Zustimmung des Gezeigten im Internet landen. (Foto: dre)

Von Ingeborg Wagner

Markdorf Ins Internet-Videoportal „YouTube“ haben drei Markdorfer Schüler der achten Klasse einen Film über ihren Mitschüler gestellt: Es zeigte ihn in einer „sehr nachteiligen Situation“, wie Helmut Faden, Rektor der Werkrealschule am Bildungszentrum (BZ) sagt: „Er wurde dadurch erniedrigt und bloßgestellt.“

Die Schulleitung reagierte sofort. Zuerst kam die Klassenkonferenz, nach diesem Ergebnis wurden die Eltern einbestellt. Die Schulleitung plädierte für eine Woche Schulausschluss mit der Auflage, in dieser Zeit in der Markdorfer Stadtgärtnerei zu arbeiten. „Mit dieser deutlichen Konsequenz haben wir deshalb reagiert, um eine Botschaft an alle Schüler zu richten: Wir reden nicht nur, sondern der Täter bekommt die Konsequenzen zu spüren“, sagt Faden. In dieser Form sei es das erste Mal gewesen, dass die Schule mit einem solchen Fall konfrontiert worden sei. „Wir wollten entschlossen und sensibel darauf reagieren.“

Portal wird weltweit eingesehen

Cyber-Mobbing heißt der Überbegriff für diese Art der Ausgrenzung von Mitschülern oder Kollegen. Meist finden sich erniedrigende Handyfotos, -filme oder vernichtende Kommentare über andere in sozialen Netzwerken wie Facebook wieder, sagt Peter Köstlinger von der Kriminalpolizei in Friedrichshafen. Im Gegensatz zu YouTube, das weltweit eingesehen werden kann, haben in Facebook nur die jeweiligen „Freunde“ des Angemeldeten Zugriff darauf. „Ich weiß nicht, was schlimmer ist“, bekennt er: Wenn die Menschen aus der unmittelbaren Umgebung Bescheid wissen – „oder eine eher anonyme Masse weltweit“. Ihm als Fachmann ist es recht, wenn die Täter den Bildschirm benutzen. Denn: „So haben wir ein Beweismittel und bekommen zu 100 Prozent alle, die so etwas tun.“

Auch die Schulleitung der Markdorfer Werkrealschule hat die entsprechende Datei gesichert, nachdem sich eine Lehrkraft an Helmut Faden gewandt hatte, und die Schüler aufgefordert, das Video sofort zu löschen. Helmut Faden: „Wir haben versucht, den Schaden damit zu begrenzen.“ Um zu verhindern, dass sich die Schüler über eine Woche Schulausschluss freuen und die Zeit daheim mit Medienkonsum verbringen, habe man sie mit einer „pädagogisch sinnvollen Tätigkeit kombiniert“: Arbeitsalltag in der Gärtnerei schnuppern. Die Eltern der Schüler seien einverstanden gewesen, sagt er. Und in der städtischen Gärtnerei sei das Entgegenkommen dagewesen – dort hat man Hilfe gebrauchen können.

Die Hausordnung des Bildungszentrums besagt, dass es verboten ist, ohne Einwilligung des Betreffenden einen anderen Menschen zu filmen oder zu fotografieren. Dazu kam in diesem Fall der Sprung, diese Aufnahmen in die Öffentlichkeit zu stellen. Dem Rektor geht es nicht um Schuldzuweisung: „Die Schüler hatten kein Bewusstsein dafür, was sie damit anstellen.“ Nämlich dass theoretisch jeder Mensch auf der Welt diese Aufnahmen sehen kann. Helmut Faden: „Es ist, als ob man jemanden auf den Marktplatz stellt und ihn demütigt.“ Er weiß: Für das Opfer kann diese Situation sehr beschämend sein und Reaktionen hervorrufen, die Angst machen können.

Das Bewusstsein für den Umgang mit den Medien zu schärfen – dazu dienen die Gewaltpräventionswochen, die der Kriminalbeamte Peter Köstlinger seit Jahren an den Schulen anbietet. Auch in Markdorf.

„Köstlinger: „Das Thema Mobbing wird dabei intensiv beackert, auch sehr emotional.“ Die Schüler seien betroffen, wenn ihnen vernittelt wird, wie sich das Opfer fühlt, wenn es kaputtgemacht, ausgegrenzt und gedemütigt wird.

Und doch: „Ich habe den Eindruck, Mobbing nimmt zu.“ Oft oute sich in diesen Schulstunden ein Opfer und will seine Geschichte erzählen, auch in dem Bewusstsein: „Endlich ist da jemand, der mir zuhört, denn die Lehrer glauben mir nicht“, sagt Köstlinger.

Neben diesen regelmäßigen Veranstaltungen an Schulen sieht sich Köstlinger auch mit „Feuerwehrdienst“ konfrontiert: Schulen wenden sich an ihn, wenn sie einen konkreten Fall haben. Am Mittwochmorgen ist er dafür wieder an einer Schule im Bodenseekreis. Nicht in Markdorf, wohlgemerkt. Den Umgang der Schulleitung mit diesem Fall Cyber-Mobbing hält Köstlinger im übrigen für genau richtig: „In solch einem Fall muss ein Exempel statuiert werden.“ Die deutliche Reaktion der Leitung spreche sich bestimmt schnell herum.

(Erschienen: 12.03.2012 23:00)

Quelle: http://www.schwaebische.de/region/bodensee/markdorf/stadtnachrichten-markdorf_artikel,-Cyber-Mobbing-BZ-ahndet-Fall-mit-Arbeitseinsatz-_arid,5221453.html

Kommentar:
Durch den Arbeitseinsatz wird den Jugendlichen bewußt, dass sie Schaden angerichtet haben, besonders dann, wenn der Erlös daraus dem Opfer ausgezahlt werden muss. Ein richtiger Ansatz im Sinne des Täter/Opfer-Ausgleichs.
Fotos ins Netz zu stellen ist außerdem eine Straftat.




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Mobbing – Arbeitskreis AMC Pancke AG – Schadensersatzklage

13.03.12 (Allgemein, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung)

Am Montag, den 19.03.2012 findet um 10:45 eine weitere Güteverhandlung statt im

Arbeitsgericht Schwerin

Wismarsche Straße 323
19055 Schwerin

Saal 6

Wer von Mobbing betroffen ist oder sich allgemein informieren möchte, aber auch jene, die mit dem Gedanken spielen, sich einen neuen Job zu suchen, sollten sich das ansehen und die Betroffene unterstützen.



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Mobbing- Arbeitskreis Ikea – Mobbing und unbezahlte Überstunden

13.03.12 (Allgemein, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung)

Schwere Vorwürfe gegen Ikea

In der Türkei steht das „sympathische Möbelhaus“ Ikea wegen seiner Arbeitsbedingungen schwer in der Kritik. 100 Ikea-Mitarbeiter aus aller Welt schließen sich zusammen, um überall gleiche Arbeitsbedingungen durchzusetzen.
Was die Stunde geschlagen hat: gleiche Arbeitsbedingungen für alle bei Ikea.

Vier Jahre lang hatte sich der junge Mann aus Istanbul absolut anerkannt gefühlt bei seinem Arbeitgeber, dem Weltkonzern Ikea. Das „unglaubliche Möbelhaus aus Schweden“ hatte nach der Eröffnung am Bosporus alle Umsatzerwartungen übertroffen. „Aber mein Gehalt wurde nicht erhöht. Deshalb bin ich der Gewerkschaft beigetreten, und das ist mir schlecht bekommen“, sagt der 27-Jährige. Im Februar sei er viermal abgemahnt und dann entlassen worden. Er ist überzeugt: „Ich bin wegen meiner Gewerkschaftsmitgliedschaft gemobbt worden.“

Gemobbt? Bei Ikea, dem sympathischen Möbelhaus? „Oh ja“, sagt Mesut Yildirim von der türkischen Gewerkschaft Koop-Is, der mit dem jungen Kollegen im Veranstaltungssaal eines Hotels in Istanbul zusammensitzt. „Das ist ja auch der Grund, warum wir uns hier treffen.“ Im Saal sitzen rund 100 Ikea-Mitarbeiter aus aller Welt, Mitglieder von 20 Gewerkschaften aus 14 Ländern. Sie haben sich zu einer „Ikea Global Union Alliance“ zusammengeschlossen, um für alle 130.000 Beschäftigten des Möbelkonzerns gleiche Arbeitsbedingungen durchzusetzen – weltweit.

Überstunden nicht bezahlt

Auf der Istanbuler Veranstaltung vergangene Woche klagten türkische Ikea-Mitarbeiter Überstunden seien nicht bezahlt worden, im Lager müsse bei Temperaturen unter minus zehn Grad gearbeitet werden und: Gewerkschaften seien absolut verpönt. „Das Köttbullar-Rezept des Möbelkonzerns gilt weltweit, die Standards im Arbeitsrecht nicht“, sagt Mesut Yildirim.
Rund um den Globus

Länder: In Europa ist das schwedische Möbelhaus in so gut wie jedem Land (26) vertreten. Wichtigster Absatzmarkt ist Deutschland. Russland hat die größten Zuwachsraten. Auch im Nahen und Mittleren Osten gibt es Möbel der Skandinavier in Israel, Kuwait, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien zu kaufen. In Übersee sind die USA und Kanada große Absatzmärkte sowie Australien, China, Japan, Malaysia, Thailand, Taiwan und Singapore.

Beschäftigte: Für die weltweit bekannteste Möbelmarke arbeiteten 2011 rund 131000 Menschen, sie setzten Waren im Wert von fast 25 Milliarden Euro um.

Lieferanten: Rund zweit Drittel der Regale, Betten, Sofas oder Kücheneinrichtungen kauft Ikea bei europäischen Lieferanten ein. Das andere Drittel wird aus Russland, China und Australien bezogen.

Während Geschäftsführungen und Arbeitnehmervertretungen in den westeuropäischen Ikea-Häusern in aller Regel gut zusammenarbeiten, sieht das in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Nichts aber ist für einen weltweit agierenden Konzern so wichtig wie sein Image – und „genau da setzen wir an“, sagt die Deutsche Alke Bössiger vom internationalen Dachverband der Dienstleistungsgewerkschaften UNI, dem Organisator des Istanbuler Treffens. Gewerkschaften hatten dem schwedischen Möbelriesen 1998 einen Verhaltenskodex abgerungen, in dem ausdrücklich ein Verbot der Behinderung gewerkschaftlicher Arbeit formuliert ist. „Aber das gilt schon nicht bei uns in Irland“, sagt der irische Gewerkschafter Brian Forbes. „In Dublin werden Tarifverträge verhindert, 80 Kilometer weiter in Belfast in Nordirland werden sie abgeschlossen – weil das Gesetz es dort verlangt.“

Besonders gravierend sind die Missstände offenbar in der Türkei. So werden die bisher fünf türkischen Ikea-Einkaufszentren vom anatolischen Mischkonzern Mapa A.S. geführt, der die hauseigenen Regeln nicht besonders ernst zu nehmen scheint. Die Geschäftsleitung habe erklärt, dass Gewerkschaften nicht erwünscht seien, sagt Metin Güney, Vorsitzender von Koop-Is. „Und dann haben sie im Februar sogar ein Rundschreiben verteilt, in dem sie vor Gewerkschaftern warnen.“ In dem Dokument schreibt ein Mapa-Manager unter dem Ikea-Logo über die Gewerkschaftswerbung: „Derartige Propagandaaktivitäten wirken negativ auf den Betriebsfrieden.“ Die Folge: „Wir kennen mehrere Fälle, in denen Mitarbeiter, die der Gewerkschaft beigetreten sind, gemobbt und entlassen wurden“, so Güney.

Von diesen Vorwürfen wisse sie nichts, sagt dazu Petra Hesser, die aus Deutschland stammende globale Ikea-Personalmanagerin. „Wir wollen Probleme im gemeinsamen Dialog lösen und erwarten das auch von unseren Geschäftspartnern. Bisher habe sich noch keiner der 1650 türkischen Arbeitnehmer beim internationalen Management beschwert. Ob das reicht? Vor drei Jahren geriet der Möbelriese schon einmal in die Kritik wegen eines türkischen Geschäftspartners. Damals ging es um die Firma Menderes Tekstil aus der Westtürkei, einen der größten Lieferanten für Ikea-Textilien. Gewerkschafter berichteten von vielen Arbeitsunfällen und der Kündigung aktiver Gewerkschafter. Gewerkschafter Metin Güney sagt, die Zustände hätten sich trotz der Proteste dort bisher nicht geändert.

Quelle: http://www.fr-online.de/wirtschaft/mobbing-und-unbezahlte-ueberstunden-schwere-vorwuerfe-gegen-ikea,1472780,11884976.html

Kommentar:
Erstaunlich, dass man in Deutschland davon abgeblich nichts weiß. Der Arbeitskreis Ikea wurde schon vor Jahren gegründet, weil hier immer wieder ähnliche Fälle aufgetaucht sind. Zuletzt wurde versucht, die Betriebsratsvorsitzende wegzumobben. Darüber gibt es auch Fernsehaufzeichnungen.



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Mobbing – Arbeitskreis TK – Personalratswahl 2012 – wählt FairTK nicht!

28.02.12 (Allgemein, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung)

Am 01.03.2012 ist es so weit. Zwei Listen treten gegeneinander an. Die FairTK gegen Verdi & Friends. Auf Platz 5 der FairTK-Liste kandididert Herr Timmermmann, der Personalrat, über den wir uns gerade aufregen.

Ich habe mit Herrn Bösing von der FairTK telefoniert. Er stellt sich schützend vor Herrn Timmermann und wirft mir vor, nur Unruhe zu stiften. Das wäre nicht gut für die Mobbingopfer. Ich würde ihnen schaden, meint er. Nun, das sehe ich natürlich anders.

Worum geht es?

Der Vorstand der TK hat mit einigen Personalräten die FairTK gegründet, eine sogenannte TK-eigene Gewerkschaft. Verdi verlor auf einen Schlag ca. 1.000 Mitglieder, denn die neue Gewerkschaft war vor allen Dingen billig. Sie rühmt sich seither damit, Verdi rausgedrängt zu haben. Die wenigen Verdi-Mitglieder, die es noch gibt, werden zum Teil stark unter Druck gesetzt.

Viele Mitarbeiter der TK sind der FairTK beigetreten, “um keinen Ärger zu haben”. Was für eine Aussage! Ärger mit wem?

Man beginnt bei der TK jetzt offensichtlich damit, einzelne, verdächtige Mitarbeiter zu befragen, ob sie Mitglied unseres Arbeitskreises wären. In Vier-Augen-Gesprächen. Merkwürdige Methoden für eine Krankenkasse, oder?

Inzwischen haben hier Jouranlisten angefragt, ob Betroffene zu einem Interview bereit wären. Nächste Woche wird der Fall TK in unserem Juristischen Fachausschuss behandelt werden.

Obwohl ich Gespräche angeboten haben, hat die TK den Weg der Konfrontation gewählt, macht mir aber jetzt zum Vorwurf , ich würde das tun. Wenn man sich nicht an einen Tisch setzt und verhandelt, eskalieren Konflikte gewöhnlich. Übrigens, mehr als 90 % aller Fälle werden hier durch einvernehmliche Gespräche mit dem Arbeitgeber gelöst. Schwaches Bild also für die TK.



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Mobbing – Arbeitskreis Techniker Krankenkasse (TK) gegründet

18.02.12 (Allgemein, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung)

Am 13.01.2012 wurde die Bürgerinitiative Mobbing-Zentrale Arbeitskreis TK gegründet. Sowohl der Gesamtpersonalrat, als auch der Vorstand wurden aufgefordert, sich mit uns in einem konkreten Fall an einen Tisch zu setzen und die Konfliktsituiation zu klären.

Mit Schreiben vom 20.01.2012 habe ich den Vorstand Prof. Dr. Norbert Klusen von der ungelösten Konfliktsituation in Kenntnis gesetzt. Er delegierte den Fall an den Leiter Personalservice Wolfgang Dreffin, der mir mit Schreiben vom 25.01.2012 eine Zwischennachricht erteilte. Mit Schreiben vom 07.02.2012 erklärte Herr Dreffin dann Folgendes:

Zitat:
Entgegen Ihren Ausführungen besteht aus unserer Sicht…keine ungelöste Konfliktsituation. und …Letztlich sehen wir für das von Ihnen erbetene Gespräch keinen Bedarf.

Zitat Ende.

Ich habe daraufhin den Vorstand erneut angeschrieben, mit Durchschrift an den Verwaltungsrat, und darauf hingewiesen, dass sich die TK damit, dass sie ungelöste Konflikte einfach bestreitet auf die Stufe mit jenen Discountern stellt, die vor fünf Jahren durch die Medien gegangen sind. Mit Vogel-Strauß-Politik löst man keine Probleme! Der Vorstand wurde letztmalig aufgefordert die Konflikte einvernehmlich zu lösen. Eine Antwort erhielt ich bis zum Ablauf der Frist, Freitag, 12 Uhr, nicht.

Auf der heutigen Sitzung des Arbeitskreises wurde die Situation der Mitarbeiter der TK ausführlich erörtert. Es stehen Personalratswahlen am 01.03.2012 an. Nur zwei Listen bewerben sich um die Wahl. Versuche eine freie Liste durchzusetzen, scheiterten vor allen Dingen an der Angst der Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund sind wir bereit, was wir gewöhnlich nicht tun, auch anonymen Hinweisen nachzugehen. Wir vermuten, dass die Zahl jener Mitarbeiter, die aus Angst vor Konsequenzen trotz der Konflikte täglich zur Arbeit gehen, recht hoch ist. Diese Veröffentlichung soll jenen Mut machen, sich bei uns zu melden, denn Mobbing und ungelöste Konflikte machen krank.

Ich bedaure sehr, dass es ausgerechnet nötig wurde, einen Arbeitskreis TK zu gründen, denn bisher haben wir mit der TK gute Erfahrungen gemacht, wenn es um die Betreuung Mobbingbetroffener gegangen ist. Auch die Aktion Mobbing-Koffer in Hamburg, die von der TK finanziert wurde, hatte zu einer guten Reputation geführt. Im eigenen Hause dagegen scheint man mit dem Problem nicht umgehen zu können. Es muss sich jetzt zeigen, ob die Mobbing-Koffer-Aktion nur eine Marketing-Straegie war.

Als unangenehm fällt auf, dass es bei der TK weder eine Dienstvereinbarung gegen Mobbing, noch einen Mobbingbeauftragten gibt. Als Sozialversicherungsträger sollte das im Jahre 2012 zum einfachen Standard gehören.

Wir wünschen uns, dass sich möglichst viele Betroffene bei uns melden. Gern geben wir auch den Medien Auskunft über unsere Arbeit und die Ziele des Arbeitskreises.

Ansprechpartner wie bei allen Arbeitskreisen:

BI Mobbing-Zentrale Arbeitskreis TK
Frau Margit Ricarda Rolf
1. Vorsitzende



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Cyber-Mobbing – VG Köln: Schüler durfte aus Klasse entfernt werden wegen Facebook-Mobbing

07.02.12 (Allgemein, Cyber-Mobbing, Hilfe, Mobbing, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung)

Internetrecht

Wer seine Mitschüler etwa über Facebook mit beleidigenden Äußerungen schikaniert, muss auch im schulischen Bereich mit Konsequenzen rechnen. Hierzu gehört – noch als vergleichsweise milde Sanktion- die Versetzung des mobbenden Schülers in eine Parallelklasse. Dazu gibt es jetzt eine aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Köln.

Vorliegend wurde einem Schüler insbesondere vorgeworfen, dass er als Mitglied eines Mobbings Clubs über die sozialen Netzwerke Facebook und sowie studi VZ mehrere andere Schüler seiner Klasse durch massive diskriminierende Äußerungen beleidigt haben soll. Opfern soll mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht worden sein, falls sie „petzen“ würden. Im Folgenden wurde der mutmaßliche Mobber in die Parallelklasse versetzt. In dem Bescheid wurde gleichzeitig der sofortige Vollzug angeordnet.

Hiergegen rief der angeblich mobbende Schüler das Verwaltungsgericht Köln an. Er begehrte im einstweiligen Rechtsschutz, dass die aufschiebende Wirkung seines Widerspruches angeordnet wird. Dabei bestritt er teilweise die Äußerungen und berief sich darauf, dass er die Facebook-Gruppe angeblich habe verlassen wollen.

Das Verwaltungsgericht Köln lehnte dieses Begehren jedoch mit Beschluss vom 19.04.2011 ab (Az. 10 L 488/11). Die schweren Beleidigungen seien im Rahmen des vorläufigen Rechtsschutzes hinreichend glaubhaft gemacht worden. Zu bedenken sei, dass der mutmaßliche Mobber durch die Verweisung in eine Parallelklasse kaum Nachteile erleide. Demgegenüber sei ein weiterer Verbleib in der Klasse nicht mit dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht der Opfer zu vereinbaren. Eine umfassendere Untersuchung der Tatsachen könne nur im Hauptsacheverfahren erfolgen.

Mobbende Schüler müssen bei gezielten Mobbingattacken beispielsweise über soziale Netzwerke sowie Schülerforen noch mit schlimmeren Sanktionen seitens der Schule rechnen, die über den zeitweiligen Ausschluss vom Unterricht bis zum Schulverweis von allen öffentlichen Schulen des jeweiligen Bundeslandes führen können. Dies ergibt sich auch aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes Baden-Württemberg vom 12.05.2011 (Az. Az. 9 S 1056/11) Wichtig ist dafür allerdings, dass alle Beweise rechtzeitig gesichert werden, z.B. durch Anfertigen von Screenshots. Am besten sollten sich die Opfer durch einen Rechtsanwalt beraten lassen.

Quelle: http://www.wbs-law.de/internetrecht/vg-koln-schuler-durfte-aus-klasse-entfernt-werden-wegen-facebook-mobbing-20206/

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