Offener Brief an den Betreiber von IShareGossip

Guten Tag Betreiber,

du glaubst, du bist sicher, weil dein Provider in USA sitzt? Das ist nicht so.

Du hast Kinder und Jugendliche aufgefordert Straftaten zu begehen. Das ist nicht harmlos, sondern stellt selbst bereits eine Straftat dar. In einer Zeitung las ich: „Nur zu gerne würde Wittig den Betreiber über seinen Rechtsirrtum aufklären – und danach vermutlich Anklage wegen Beihilfe zur Beleidigung und zur üblen Nachrede erheben.“ Wittig ist der Leiter der Ermittlungen in deinem Fall.

Deine Plattform, die du naiv zur Verfügung gestellt hast, wahrscheinlich, damit jeder anonym mal so richtig Dampf ablassen kann, ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Jetzt bist du also ein Straftäter auf der Flucht, mit der Aussicht von mindestens neun Geschädigten zivilrechtlich auf Schadensersatz verklagt zu werden. Da der Provider in USA sitzt, könnten auch die Klagen auf Schadensersatz dort geführt werden. Das wird teuer – für dich! Dort speist man die Geschädigten nicht mit Peanuts ab.

Ich gebe dir einen guten Rat. Als Mutter von vier Kindern, deren Kinder auch schon oft Bockmist geschossen haben, rate ich dir: melde dich selbst bei der Polizei in Frankfurt. Nur so kannst du aus meiner Sicht den Schaden begrenzen.

Gehe vorher in deinem Wohnort zu einem Fachanwalt für Strafrecht und vertrau dich ihm an. Er kann dafür sorgen, dass dein Alter berücksichtigt wird, die Tatsache, dass du offensicht von der Juristerei nichts verstehst und in deinem jugenlichen Alter wohl über das Ziel hinausgeschossen bist. Gehst du nicht selbst zur Polizei und holt man dich womöglich irgendwo ab wie einen Schwerverbrecher, dann nimmst du dir eine wichtige Chance der Schadensbegrenzung.

Jeder kann mal einen Fehler machen. So etwas passiert. Aber verrenn dich nicht! Wenn man verloren hat, dann sollte man das einsehen. Diese Einsichtsfähigkeit wünsche ich dir.

Mit freundlichem Gruß
Margit Ricarda Rolf

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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8 Kommentare zu Offener Brief an den Betreiber von IShareGossip

  1. Ricarda sagt:

    Hallo Tobias,

    ich habe die links entfernt, weil Richter Schulz von der Pressekammer Hamburg behauptet, man würde sich sämtlich Inhalte von links zu Eigen machen und entsprechend haften. Dazu habe ich naürlich überhaupt keine Lust.

    Und damit wären wir auch schon wieder beim Thema. Auch der Provider von IShareGossip macht sich sämtliche Inhalte zu Eigen, wenn er die Seite nicht vom Netz nimmt. Es haften also: der Provider, die Betreiber, die User oder die User, die Betreiber, der Provider.

    Der Provider in USA war nicht mehr bereit die Seite zu hosten. Daher musste sich IShareGossip einen neuen suchen. Der sitzt in Schweden und hat offensichtlich gerade einen teuren Prozess verloren. Warum sollte er jetzt Lust haben auch für IShareGossip zu haften? Da wäre es doch einfacher die Seite vom Netz zu nehmen.

    Im Blog von IShareGossip war zu lesen:

    „Gottfrid Svartholm, einer der Gründer von thepiratebay.org und prq.se (unserem Hoster), ist abgetaucht. Sein Anwalt teilte gestern mit das er nicht wisse wo sich Svartholm aufhalte. Gerüchten zufolge befindet er sich in Kambodscha in medizinischer Behandlung. Im Zuge eines Scheinprozesses wurde er mit den anderen Piratebay Administratoren zu fast einem Jahr Gefängnis und rund 7 Mio Dollar Schadensersatz verurteilt. Das Piratebayteam legte gegen dieses Urteil Revision ein, Svartholm jedoch erschien wiederholt nicht mehr zu der Revisionsverhandlung.

    Wir wünschen ihm alles gute und vor allem gute Besserung.

    Svartholms Abstinenz hat übrigens keinerlei Auswirkungen auf den Betrieb von iShareGossip.“

    7 Mio Dollar zahlt man ja nicht aus der Portokasse. Es geht hier also nicht um etwas Taschengeld. Auch Provider können es sich nicht leisten solche Summen zu verlieren.

  2. „IT-SPezialisten“?
    Was sollen die machen?
    Alles was die machen könnten wäre illegal.

    Und „Internationale Vernetzung“ bedeutet ins keinster Weise dass andere Staaten einfach so Daten an das großdeut, äh Deutschland reusgeben.

    Übrigens, an „Web 2.0“ habe ich schon teilgenommen als es den Begriff noch nicht gab.

    Solche Onlinepranger wären eher „Web 3.0“, wenn sie sich nun hoffentlich vermehren.

    Bürger die gemeinschaflich z.B. an der Identifizierung und Anprangerung eines Beamten… arbeiten (auch außerhalb des Internet).

    In China als „Human Flesh Search Engine“ bekannt:
    chineast.de/stories/human-flesh-search/

    Hinweis der Betreiberin: die links wurden aus rechtlichen Gründen entfernt.

  3. Ricarda sagt:

    Hallo Tobias,

    zu diesen merkwürdigen Schlussfolgerungen werde ich jetzt nicht Stellung nehmen. Das ist alles weit entfernt von der Realität.

    Wir leben im Zeitalter des Web 2.0, und damit dem einer internationalen Vernetzung. Du denkst einfach noch viel zu sehr um die Ecke. Die Realität ist viel simpler und klarer strukturiert. Und selbstverständlich gehören zu meinem Netzwerk auch IT-Spezialisten.
    Was hast du denn gedacht?

  4. Tobias Claren sagt:

    Also keine auf Internetrecht spezailisierten Anwälte.
    Keine Anwälte die auch wissen was technisch und rechtlich möglich ist.
    Gerade in Bezig auf die USA.

    Es gibt rechtliche Fakten was das Recht in den USA angeht.
    Dass es „sicher“ eine „Internationale Lösung“ geben wird ist hingegen ein Standpunkt.

    Falls ein Dt. Gericht ein Urteil gegen iSahreGossip „in Abwesenheit“ fällen sollte, muss man definieren was dann „Fakten“ sind.

    Für den Provider („Webhoster“) des Betreibers ändert sich dann nichts.
    So ein Urteil erzeugt bei em keinerlei Respekt oder gesteigertes Handlungsbedüfnis.
    Evtl. scannt er es für den Betreiber, damit der es sich stolz eingerahmt an seine Wohnzimmerwand hängen kann.

    Für die US-Behörden ändert sich auch nichts.
    Es gibt keinerlei Gefälligkeiten aus diplomatischem Kalkül, das sollte jedem klar sein.
    Da bleiben die US-Behörden hart. Da könnte Das Merkel oder Westerwelle extra deswegen in die USA reisen, keine Chance.
    Abgesehen von der tiefen Verfassungstreue diesbezüglich würden sie riskieren, dass der Betreiber eine erfolgreiche Millionenklage durchzieht.
    Wird er verraten, kann er das nämlich.
    Und solange das Geld nicht nach Deutscvhland überwiesen wird, haben Dt. Behörden auch keine Chance dem das abzunehmen.
    Mit ein paar Millionen auf einem US-Konto werden die den auch nicht ausweisen. Er könnte um Asyl bitten (um das BRD international vorzuführen, so wie die Familie Romaike erfolgreich), aber die nähmen den auch so.

    Dann können sich die Gegner in die Faust beißen, dass der ein sorgenfreies Leben (z.B.) in Miami führen kann.

  5. Ricarda sagt:

    Ich habe noch nie mit 08/15 Anwälten zusammengearbeitet. Sei ganz sicher, dass unsere Anwälte sehr genau abwägen, ob ein juristisches Eingreifen Sinn macht oder nicht.

    Es gibt übrigens keine rechtlichen Fakten, sondern nur Standpunkte. Erst die Gerichte schaffen Fakten durch Urteile. Und so weit sind wir im Fall IShareGossip noch nicht. Das ist aber nur eine Frage der Zeit.

    Ich bin sehr zuversichtlich den Betreiber rechtskräftig verurteilt zu sehen.

  6. The_Anonymos sagt:

    Was „sehen die anders“?
    Das sind technische und rechtliche Fakten. Da können die nichts „anders sehen“, außer sie sind inkompetent.
    Das trifft eigentlich auf alle Anwälte, Richter und Staatsanwälte zu, wenn sie nicht auf das Internet spezialisiert sind.
    Sind das Fachanwälte, oder nur 08/15-Anwälte? Nicht einfach nur Anwälte die sich im Dt. Internetrecht auskennen, sondern auch Erfahrung zu den technischen Gegebenheiten haben. Und natürlich in den Möglichkeiten was die USA angeht.
    Ein Anwalt der nicht einfach nur Geld verdienen will, wird auch sagen wie die Chancen wirklich stehen.
    Es gibt Naziseiten die bestehen schon seit Jaaahren. Antifa und Staatsanwälte haben es nie geschafft deren Betrieb zu verhindern oder nur zu behindern. Hätten die Dt. Behörden da die Möglichkeit, hätten sie es schon gemacht.

  7. Ricarda sagt:

    Das sehen unsere Anwälte anders und der Generalstaatsanwalt offensichtlich auch. Ich werde jetzt aber nicht zu den Möglichkeiten Stellung nehmen. Für mich steht fest, dass der Betreiber vorsätzlich handelt.

  8. The_Anonymos sagt:

    In den USA gibt es keine Beleidigung als Straftat (wie in den meisten westlichen Rechtsstaaten).
    Auch „üble Nachrede“ kann höchstens zivilrechtlich belangt werden.
    Ob sich das jemand traut ist eine andere Sache.
    Mir sagte ein sogenannter „Safehoster“ am Telefon, dasss der Kläger 50% der Streitsumme vorlegen muss.
    Und wenn der Kläger meint ganz Klever zu sein, und eine sehr niedrige streitsumme festlegt (weil es ihm nicht um Geld geht), dann legt das Gericht diese fest. Wenn das Gericht $250.000 festlegt, dann sind das $125.000.
    Und er sagte mir noch, dass sie notfalls zu jedem Zeitpunkt eines Prozesses pro Forma ihren Firmensitz in einen anderen Bundesstaat verlegen können. Also 49x. Das bedeutet dann wieder einen Neustart eines Prozesses.
    Und er erwähnte, dass wohl die wenigsten Kunden ihren echten Namen und echte Adresse verwenden. Hauptsache er bezahlt.
    Die Zahlung ist praktisch immer über PayPal möglich. Alternativ über PrePaid-Karten, die extra für die anonyme Zahlung im Internet erfunden wurden. Diese können wohl in den meisten Tankstellen gekauft werden.
    Auch Geld im Briefumschlag wird meist akzeptiert.
    Für den unwahrscheinlichen Fall dass es durch Rechtsdruck durch die USA selbst zu einer Offenlegung der Kundendaten kommt, erhalten die US-Behörden evtl. „Donald Duck, Hollywood Blvd 6840“ als Kunden.

    Ein „Safehoster“ ist ein „Webhoster“ der zusätzlich zum Serverplatz und der Domain noch garantiert, den Kunden nicht wegen irgendwelcher Bettelbirefe von ausländischen Behörden fallen zu lassen, oder gar an diese zu verraten.
    Diese Safehoster haben üblicherweise eigene festangestellte Juristen die sich die Eingänge ansehen und kurz bewerten ob tatsächlich ein Risiko besteht. Z.B. bei Urheberrechtsverstößen und dergleichen. Handelt es sich um so einen Fall, informieren sie ihren Kunden, und geben ihm die Möglichkeit das zu korrigieren. Aber sie geben dessen Daten nicht an die Behörden weiter.
    Dafür zahlt der Kunde keinen Cent extra, das ist in den Gebühren mit drin.
    Bittet so eine Behörde (evtl. auch der Geheimdienst Verfassungsschutz/BND) darum, den Kunden nicht über die Ermittlungen zu informieren, informiert dieser den Kunden natürlich auch (bzw. erst recht) darüber.

    Ein evtl. bekanntes Beispiel (neben den Naziseiten) ist Esowatch (.com).
    Die Betreiber berichten seit Jahren über Esotherikabzocker und dergleichen.
    Die namentlich genannten Personen haben es schon vor Gericht versucht, aber kamen nicht weiter, weil Staatsanwälte und Richter nicht an Informationen über die Betreiber gelangen konnten. Für die Gegner stehen die Betreiber namentlich fest, aber sie können es nicht beweisen. Trotz deutlicher Vergleiche des Schreibstiles, Wortwahl usw..
    Sie haben eine Belohung von €100.000 für Beweise ausgesetzt. Der Hoster Mediaon sitzt in der Türkei, und richtet sich mit seinem Angebot klar an Deutsche Kunden. Er registriert die Seiten auf eine Kanzlei in HongKong und eine Firma in Somalia.

    iShareGossip findet evtl. ihre Nachahmer. Was ist schon der Tratsch (Gossip) zwischen Schülern gegen eine Seite wo jeder ohne Zensur Storys über Polizisten, Staatsanwälte, Richter, Arbeitsamangestellte usw. hochladen kann?
    Entweder direkt mit Klarnamen und Dienststelle und wenn bekannt Privatadresse usw., oder nur ein Foto von einer Demo (wo er/sie sich unangemessen verhielten bzw. „Knüppelten“) mit der Bitte um Mithilfe bei der Identifizierung.
    Oder mit Berichten von Prozessen.
    Eine Art Deutsches RateMyCop (.com), aber mit noch mehr Daten und völlig ohne Zensur.
    Trotz dem gesteigerten Ehrgeiz der dann selbst betroffenen Ermittler, sind deren Chancen dann nicht größer.
    Auf der US-Seite RateMyCop findet man die Polizisten mit Klarnamen und Dienststelle für jeden identifizierbar.

    iShareGossip hat Ende September inkl. Geldgewinn angefangen in Foren zu werben:
    http://board.raidrush.ws/showthread.php?p=10188186

    Es existieren schon weitere Ideen. Inkl. solcher die die Verfolger noch weiter verhöhnen.
    Z.B. im Impressum extra Links für die Verfolger einzubauen. Z.B. diesen: http://piv.pivpiv.dk/ (keine Sorge Jugendfrei)
    Oder auf ein grausames Foto eines Polizisten zu verlinken wie man es findet, wenn man den Filter bei Google deaktiviert.
    Oder einen Anrufbeantworter (kostenlos und anonym im Netz) zu schalten, und die Anrufe von Privatpersonen, Polizisten, Juristen usw. zu veröffentlichen.

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