Stadtreinigung Hamburg – Überstunden-Urteil Berufung

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Die Stadtreinigung Hamburg geht tatsächlich
in die Berufung und will offensichtlich durchsetzen, dass Gespräche und Schulungen nach Feierabend zu leisten sind.

Damit versucht sie den Tarifvertrag zu unterlaufen.
Wo bleibt der Protest von Verdi ?

Durch die Aufforderung an die Mitarbeiter,
Gespräche „auf freiwilliger Basis“ nach Feierabend zu führen, spaltet die SRH die Kollegen in jene, die sich für ihre Rechte einsetzen und jene, die gehorsam tun, was von oben angeordnet wird.
Sie spaltet sie auch in jene, die noch genug Kraft haben,
nach dem durchaus harten Job sich auf „weiche“ Arbeitszeiten
in Form von Gesprächen und Schulungen einzulassen und jene,
die zu alt und zu krank dazu sind.
Aber das sind ja die, die man ohnehin los werden will.

Vielleicht will die SRH auch nur Zeit schinden durch die Berufung.
Folgt man dem Urteil, müssen die Touren neu geplant werden.
Das Personal muss aufgestockt werden.
Durch die Berufung wird verhindert, dass es rechtskräftig wird.
Wir empfehlen jedem, der davon betroffen ist,
eine einstweilige Verfügung zu erwirken,
mit der festgelegt wird, dass die Überstunden nicht zu leisten sind,
bis zur endgültigen Entscheidung durch die zweite Instanz.

Es geht um eure Gesundheit !
Lasst es bitte nicht erst zu einem Erschöpfungszustand kommen.
Wenn die Reserven erschöpft sind, weil das Immunsystem Defizite
nicht mehr kompensieren kann, dauert es Monate, bis sich der Körper erholt hat
und ist oft nur durch einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik wieder
in den Griff zu bekommen.

Dass die Vorgehensweise der SRH eine Verletzung der Fürsorgepflicht ist,
die selbstverständlich Schadensersatzansprüche auslösen kann,
wenn jemand dadurch krank wird, möchte ich nur ergänzend erwähnen.

Und Kollegen, wer es noch nicht getan hat:
Schließt eine Rechtsschutzversicherung ab !
Auf Verdi kann man sich nicht verlassen.
Jeder von euch kann das nächste Opfer
dieser gnadenlosen Personalpolitik werden.
Eine neu abgeschlossene Rechtsschutzversicherung greift erst nach drei Monaten.
Also nichts wie hin. Der kluge Mann beugt vor.
(Das gilt natürlich nicht nur für Müllmänner,
sondern für jeden, der von Mobbing betroffen ist.)

Margit Ricarda Rolf
. – Mobbing-Zentrale –

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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2 Kommentare zu Stadtreinigung Hamburg – Überstunden-Urteil Berufung

  1. Gemobbter Müllmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    so, nun ist die Katze mal wieder in letzter Sekunde aus dem Sack gehüpft und sie meint sie kommt davon.
    Doch auch sie weiß, das es nur für geraume Zeit ist bis Sie endgültig wieder im Sack landet 😉

    Genauso wird es mit der eingelegten Berufung seitens der SRH, was keinen überrascht haben dürfte, denn dieses ist generelles vorgehen der SRH und dadurch wird es wohl erneut Zeit für eine kleine Anfrage im Senat 🙂

    Was verspricht sich die SRH davon, etwa nach diesen Urteil in nächster Instanz zu gewinnen ?!
    Dürfte beim normalen Verlauf nicht zu schaffen sein.

    Oder hofft man auf gute Beziehung zum Gericht, denn vielleicht gab es schon nette Telefonate untereinander, wo die eine Hand die andere waschen soll und … ?!
    Liegt darin ihre Hoffnung ?!

    Selbstüberschätzung oder Größenwahn könnten hier ebenso im Spiel sein, solange man nicht endlich von Disziplinarischen Vorgesetzten gestoppt wird !

    Wann wird endlich mal jemand verantwortliches tätig und Entsorgt kompromisslos unseren Mist und Dreck der die SRH nur weiterhin schädigt ?!

    Last es einstweilige Verfügungen nur so regnen, sie verstehen und verdienen es nicht anders 😉

    Und wer immer noch nicht eine Rechtsschutz hat, bitte dringend abschließen, besonders die jungen Kollegen, denn besser wird es in Zukunft in diesen Laden nicht mehr, solange jedenfalls diese Leute heutzutage noch am Ruder sind !

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

    • Ricarda sagt:

      Ich denke, sie versuchen einfach Zeit zu gewinnen. Interessant dabei übrigens, dass sie wieder einmal von RA Fehr vertreten werden.

      Nach der Sommerpause ist es ohnehin Zeit, Kontakt zu den Abgeordneten aufzunehmen. Wer von euch noch in der Gewerkschaft ist, könnte auch dort hin schreiben. Von meiner Seite muss das wohl warten, denn es gibt noch einiges zu tun. Mehr dazu vielleicht am Montag. Jetzt ist erstmal Wochenende.

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