Wenn das Betriebsklima vergiftet ist

Ricarda-P1

Stell dir vor, du gehst an deinen Arbeitsplatz, die Fenster sind geschlossen und dicke, stinkende Rauchschwaden umgeben dich. Dir fehlt die Luft zum Atmen und du hast das Gefühl zu ersticken.

Was würdest du tun?

Das Fenster öffnen? Den Raum verlassen? Nach der Ursache suchen und sie beseitigen?
Oder dich in dein Schicksal ergeben, weil man ja sowieso nichts ändern kann?

Ein gesunder Mensch würde aktiv werden und sein Leben und seine Gesundheit schützen.

Was wirst du tun, wenn das Betriebsklima vergiftet ist?

Was kannst du tun ?  – Mobbing macht krank.  Das ist bekannt.
Es führt langfristig zu Depressionen und womöglich in die Früh-Verrentung.
Je früher man etwas dagegen unternimmt, um so besser sind die Chancen,
die Gesundheit und die Lebensqualität zu erhalten.
Für Abhilfe sorgen, muss der Arbeitgeber,
unterstützt vom Betriebsrat, soweit vorhanden.
Das setzt voraus, dass er informiert wurde.
Das kann mündlich erfolgen, besser ist es jedoch schriftlich.
Wer sich beschwert, darf nicht benachteiligt werden.

Ändert sich trotz Beschwerde nichts, muss man zu anderen Mitteln greifen.  Eines davon ist das Zurückbehaltungsrecht der Arbeitsleistung gemäß § 273 BGB.
Wenn ich das erwähne, bekommen Anwälte häufig Angst.  –
Das ist kein Witz !

Einfach ausgedrückt besagt das Zurückbehaltungsrecht: „Wenn du, Arbeitgeber,
mir keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellst, der mich nicht krank macht,
komme ich nicht zur Arbeit, bis du das geändert hast, aber du musst meinen Lohn trotzdem bezahlen.“

Warum wenden Rechtsanwälte das so selten an ?

Sie haben Angst, dass der Arbeitgeber darin eine Arbeitsverweigerung sieht
und den Lohn zurück behält.  –  Die Lösung ist jedoch ganz einfach !

Wer vom Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen möchte,
muss diesen Schritt durch eine einstweilige Verfügung flankieren,
die feststellt, dass die Wahrnehmung des Zurückbehaltungsrechts eben
gerade keine Arbeitsverweigerung ist.
Wird der Lohn dennoch nicht gezahlt, muss notfalls vollsteckt werden.

Es gibt Möglichkeiten sich effektiv gegen Mobbing zu wehren.
Man muss nur wissen, wie.
Margit Ricarda Rolf
. – Mobbing-Zentrale –

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf – Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Mobbing-Zentrale, Mobbingberatung, Politik, Rechte abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Kommentare zu Wenn das Betriebsklima vergiftet ist

  1. Karl-Peter sagt:

    AMOK-Lauf bei der SRH – Polizei-Einsatz

    Andere Nieder machen,
    selbst aber als Mimose reagieren.
    Das erleben wir in der Anti-Mobbing-Arbeit immer wieder.

    Auch das geschieht, gerade in Fällen von Bossing:
    Unser Angebot: „Die Kuh vom Eis zu holen
    mittels einem persönlichen Gespräch, wird abgelehnt.
    (Übrigens haben wir bisher eine Erfolgsquote von über 95 %
    für ALLE Beteiligten, wenn wir (die Mobbing-Zentrale)
    uns mit dem Führungs-Stab zusammensetzten).

    Bei so gut wie all´ den Fällen, in denen das Gespräch abgelehnt worden ist,
    – sei es VW mit Peter Hartz, diversen Schulleitern usw. – finden wir die
    verantwortlichen Personen HEUTE nicht mehr auf ihren Posten,
    geschweige in den Unternehmen.

    Meine Meinung:
    Die bisherigen (zum Teil „STASI-)Strategien/Methoden
    greifen bei der SRH nicht mehr.
    Folglich werden hilflose Aktionen gestartet, wie
    A M O K – Lauf bei der SRH – Polizei-Einsatz
    die sich nur noch zum „Kopfschütteln“ eignen.
    So weltfremd kann man doch gar nicht sein.

    Ein persönliches Gespräch zu Beginn
    hätte die Situation längst beendet.
    Und das ganze für die SRH viel, viel preiswerter…

  2. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    das neuste aus der Stadtreinigung :

    Was ist der Unterschied zwischen dem Eifelturm und der SRH ?

    Die Nieten liegen beim Eifelturm eindeutig unten 🙂

    Übrigens, liegen auch so manche Patienten auch auf der Intensivstation und ringen dabei um ihr Leben.
    Sie schnappen nach Luft, weil diese immer knapper wird, bis zum letzten Atemzug.
    Dabei versuchen die Patienten sich wenn es nur geht auch am letzten Strohhalm festzuhalten ,bis es evtl. am Ende doch nicht gereicht hat um zu überleben.

    Die meisten scheiden dann in Würde aus ihren Leben !

    Um die einen wird man Weinen und andere wird man nicht einmal mehr vermissen !

    Jeder schreibt Geschichte in seinen Leben, ob gut oder böse wird sich spätestens dann erweisen .

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

  3. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    aus Ärztlicher Sicht würde man sagen, Krebsgeschwüre muss man heraus operieren und wenn man 5 Jahre Krebs frei sein sollte gilt man als geheilt.

    Hoffe das bei uns die „Operation“ SRH gelingt und wir in diesen Fall bis zur Heilung nicht so lange warten müssen 😉

    Mit dem Schuss ins Eigentor und Deinen letzten Satz triffst Du genau ins Schwarze !!!
    Taktisch sehr unklug und damit ein Schuss ins eigene Knie, was die SRH sich wieder einmal geleistet hat !

    Vielleicht gab es auch wie jeder es mal kennt unangenehme Anrufe oder Post, warum man vielleicht mal die Nerven verliert und das gleich nach dem Wochenende, obwohl die meisten sowas schon vor dem Wochenende bekommen, damit das Wochenende noch umso schöner ist !

    Wie auch immer, auch dieses wird sich wohl die nächsten Tage aufklären was dort los war, denn bei der SRH bleibt nie lange alles geheim, auch wenn es um die Geschäftsführung geht 😉

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

    • Ricarda sagt:

      In unserem ersten Anschreiben warnung.doc aus dem Jahre 1998
      habe ich Mobbing bereits mit einem Krebsgeschwür verglichen
      und dem Arbeitgeber gesagt, wenn man nichts dagegen tut, bilden sich Metastasen.

      Später bin ich in meinen Vorträgen noch deutlicher geworden:

      „Mit Mobbing ist es wie mit Kopfläusen.
      Es ist keine Schande, welche zu bekommen, besonders, wenn man Kinder hat.
      Es ist aber eine Schande nichts dagegen zu unternehmen!“

      In diesem Sinne: Genießt das schöne Wetter! Raus an die Sonne.

  4. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    hoffe nicht das das was ich schon angedeutet und geschrieben wirklich eingetreten ist, denn dann wäre dieses der absolute Tiefpunkt in der SRH !

    Vielleicht hat man „nur“ oben so allmählich die Nerven verloren, weil die Luft dort oben immer dünner wird.

    Nur was sind schon ein paar Wochen für die Geschäfsführung, gegen Monate und Jahre von Kollegen die dieses Tag für Tag aushalten mussten und noch immer müssen, ob im Betrieb oder vor Gericht und selber nicht mehr ein und aus wissen und wussten, weil sie hier in der SRH nur noch gemobbt und gebosst werden !

    Kann oder soll man etwa in diesen und anderen Fällen Mitleid mit der Geschäftsführung und seinen Tätern haben ?

    Wie sieht es mit dem Mitleid für die betroffenen Kollegen und Opfer aus, die Monate und Jahre keines bekommen haben ?

    Dort wollte man bewusst mit Präzession und mit Absicht auf Menschen und Kollegen los gehen und ihnen ihr ganzes Leben zerstören, indem Sie gezielt bis heute (siehe Fall 4) Kollegen überwachen ließen Tag für Tag um ihnen Abmahnungen bis hin zu Kündigungen zu verteilen.

    Und dann stellt sich ein Geschäftsführer bei der PR-Versammlung hin, lügt und heuchelt allen Frech ins Gesicht, er würde sich zusammen mit dem PR-Vorsitzenden um die Sache kümmern und dem nachgehen.
    Bei der nächsten PR-Versammlung würde dann bekannt gegeben werden was dabei raus kam.

    Die Wirklichkeit zeigt für alle sichtbar genau das Gegenteil, denn in Wirklichkeit sollte dieser Kollege abgeschossen werden, das sieht doch jeder Blinde mit dem Krückstock.

    Also, da die Katze jetzt aus dem Sack ist brauchen wir nicht noch ein Jahr auf das Märchen über und mit dem Kollegen zu warten, denn das kann man jetzt getrost die nächsten Tage vortragen oder spätestens als Weihnachtsmärchen aufführen 😉

    Aber wahrscheinlich hat wieder keiner die traute dazu, wie schon das sich keiner hinstellt und über den Aufsichtsrat,Streik, etc. erzählt.

    Naja, bei einer Wahlbeteiligung von lächerlichen 35% bei der Aufsichtratswahl wohl verständlich 😉

    Jetzt verlässt uns leider (!) dieser Kollege, weil er diesen dauerhaften Druck seitens der Vorgesetzten nicht mehr aushielt und da muss man sich doch mal fragen, warum man wiedereinmal einen langjährigen guten Kollegen loswerden wollte, der noch dazu PR-Mitglied,Vertrauensmann war und dazu noch recht vor Gericht gekriegt hat, sowie zuletzt seine Meinung bei der PR-Versammlung offen und ehrlich gesagt hat ?

    Kollegen, schaut genau hin, öffnet eure Augen und verschließt sie nicht !

    Auch wenn man nicht direkt betroffen ist, so sollte man nicht weg sehen, denn dann macht man sich schon mitschuldig.

    Hier kann auch als nicht betroffener geschrieben werden, der vielleicht nur beobachtet hat und gleiches oder anderes zu berichten hätte.

    Deswegen wäre es umso wichtiger wenn auch diese Kollegen sich zu Wort melden und wenn es nur anonym sein sollte !

    Fragen hierzu oder zu anderen Beiträgen können jederzeit gestellt und werden dann zeitnah beantwortet !!!

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

    • Ricarda sagt:

      Der Kollege (Fall 4) ist ja gegen die Entscheidungen angegangen.
      Der Personalratsvorsitzende Rainer Hahn hat ihm persönlich gesagt,
      dass er die Entscheidung der Geschäftsführung unterstützt.
      Er hat ihn darüber hinaus aufgefordert, sein Amt als stellvertretendes Personalratsmitglied niederzulegen,
      was er entschieden abgelehnt hat. Der Kollege gehörte nicht zu den Gefolgsleuten von Hahn.

      Er steht dem Arbeitskreis ausdrücklich weiter zur Verfügung.
      Und nur nebenbei: Die besten Zeugen vor Gericht sind immer ehemalige Kollegen,
      weil die keine Angst mehr haben müssen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

      Damit, ausgerechnet ihn verstärkt zu überwachen, um Material gegen ihn zu sammeln,
      hat sich die Stadtreinigung ein Eigentor geschossen.

      Wenn ich höre, dass ausgerechnet Siechau und Hahn auf der Personalversammlung angekündigt haben,
      sich der Aufklärung annehmen zu wollen, dann ist das ein Witz.
      Das ist genau das Team, dem wir Bossing in Serie vorwerfen.

  5. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    natürlich ist es immer besser spezialisierte Anwälte für Fachgebiete zu haben, als einen allgemeinen Anwalt.

    Deswegen hoffe ich bei nicht wissen, welchen Anwalt man nehmen soll sich diese sich hier an Dich und Deinen Anwälten wenden.

    Heute ist mir zu Ohren gekommen, dass 5 (!) Polizisten am Bullerdeich im eisigen Tempo die Treppen (nicht den Fahrstuhl !) im Gebäude nach oben Richtung Geschäftsführung gegangen sein sollen !

    Was da wohl bloß los war ?

    Weiß jemand zufällig mehr darüber ?!

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

    • Ricarda sagt:

      Ich erlebe leider immer wieder, dass Prozesse verloren werden, weil Anwälte Fehler machen. Genau da endet oft meine Möglichkeit, zu helfen. Ein Anwaltswechsel während eines Prozesses ist nicht unproblematisch.

      Behält man aber im sinn, dass jede Abmahnung, jede Versetzung, jede Beleidigung usw. ein eigener Rechtsfall ist, dann wäre es unproblematisch bei einem neuen Rechtsfall einen anderen Anwalt zu beauftragen. Dabei kann ich dann natürlich wieder unterstützen, ohne dass der bisherige Anwalt beleidigt sein könnte, dass er den Folgeauftrag nicht bekommt.

      Zu dem Polizeieinsatz kann ich (bisher) nichts sagen.

    • Ricarda sagt:

      Auf die Frage von Gemobbter Müllmann aus SRH:

      Heute ist mir zu Ohren gekommen, dass 5 (!) Polizisten am Bullerdeich im eisigen Tempo die Treppen (nicht den Fahrstuhl !) im Gebäude nach oben Richtung Geschäftsführung gegangen sein sollen !

      Was da wohl bloß los war ?

      Weiß jemand zufällig mehr darüber ?!

      Ja, jetzt weiß ich mehr darüber und werde dazu demnächst von der Kripo vernommen.

      Die Polizei wurde um Hilfe gerufen,
      weil
      sich die Geschäftsleitung bedroht fühlte und Angst hatte,
      es würde jemand A m o k laufen, aufgrund des Kommentares. s.o.

  6. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    sehr interessant und mal erwähnenswert beim eigenen Anwalt, wie der das ganze sieht.

    Wenn da man nicht die nächste Welle auf unsere SRH und Vorgesetzten zurollt 😉

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

    • Ricarda sagt:

      Das ist schon was für Anwälte, die was davon verstehen. In meinem Netzwerk habe ich die natürlich. Für andere Anwälte ist das eher Neuland. Hängt auch davon ab, ob dein Anwalt bereit wäre, mit uns im Team zu arbeiten. So kann man Fallstricke vermeiden.

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