00152 Dorit Köhn ./. Bayerische Landesbank

Ricarda-P1

Dieser Fall gehört nicht nur zu den spannendsten,
die ich begleitet habe, er ist auch einfach ungeheuerlich.

Ende 1995 fusionierten die Bayerische Landesbank (BLB)
und die Deutsche Kreditbank (DKB) vormals Staatsbank
der DDR in Erfurt.

Kein Mitarbeiter der BLB sollte dadurch einen Nachteil erleiden,
doch es kam ganz anders.

Es stellte sich heraus, dass bei der DKB mindestens 3 Stasi-Leute arbeiteten.
Es gab die (besseren) Verträge der BLB und die schlechteren der DKB und diese
Stasi-Leute hatten es sich zum Ziel gesetzt, die BLB-Leute entweder zu bewegen die schlechteren Verträge zu unterschreiben oder sie zu entsorgen.

Alle Prozesse wurden verloren – bis zum BAG.
Die Staatsanwaltschaft hatte nur das einzige Interesse,
die Akten möglichst schnell zu schließen.
Sogar Politiker fühlten sich hilflos.

Dieser Fall soll als Buch erscheinen, weil durch keinen anderen
so deutlich wird, wie mächtig die Stasi ist, auch lange nach Auflösung des MfS.

Uwe Bastian vom Bürgerbüro Berlin schreib dazu am 26.10.1999:

„Eine der durchgängigen Hauptforderungen des Herbstes 1989 war:
Stasi in die Produktion„.
Glauben Sie bitte nicht, damit wäre gemeint gewesen:
Stasi in die Geschäftsführung, in den Betriebsratsvorsitz oder in die Personalabteilung.“

Aber genau das war bei der DKB passiert. ein Stasi-Major war Betriebsratsvorsitzender und durfte Schufa-Auskünfte einholen !

Jeder Krimi ist gegen diesen Fall langweilig.

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf – Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.

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