Bossing beim Bauer Verlag

In die Mobbing-Zentrale wollten sie nicht kommen. Es ginge auch nicht um eine Betroffene, sondern quasi um alle Frauen über 40.  Ob man sich nicht treffen könne.

Wir trafen uns in einer Kneipe in einem Hinterzimmer. Nicht alle waren gekommen.
Ich hörte mir ihre Sorgen an und bat sie ab sofort Mobbing-Tagebücher zu führen.
Bei Bauer war eine neue Chef-Redakteurin eingestellt worden, deren Aufgabe es wohl zu sein schien, alle Frauen über 40 raus zu kicken.
Es herrsche enormer Druck, ein übler Umgang und viele wären bereits krank.

Es dauerte drei Wochen, dann war die Chefredakteurin weg.
Sie hatte wohl Wind bekommen von der Tagebuch-Aktion
und wechselte prompt zu einer anderen Zeitung.
Dort hielt sie sich allerdings auch nicht lange.

Und was geschah mit den Betroffenen?

Eine, der man zum Jahresende gekündigt hatte, erschien zur Arbeit.
Der Chef-Redakteur sagte: „Schön, dass du da bist, mach mal….“
Damit war ihre Kündigung vom Tisch.

Jene, die mich ursprünglich angerufen hatte, verließ den Verlag
und machte sich selbständig.
Sie gehört noch heute zu meinem Netzwerk.

Die Lage im Verlag normalisierte sich wieder.
Stress gab es weiter, aber nicht mehr den menschen-verachtenden Umgangston.
Einige blieben, andere wechselten.

Begleitet wurden die Betroffenen übrigens von Rechtsanwalt Unverzagt,
den ich bei dieser Gelegenheit kennen und schätzen gelernt habe.

Margit Ricarda Rolf
.– Mobbing-Zentrale –

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf – Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.

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