Ferdinand Piech ist tot

Margit Ricarda Rolf.

.
Darf man eigentlich …

… über den Tod eines Menschen
froh und erleichtert sein ?

 

Ich habe immer gesagt, solange Piech lebt,
wird er verhindern, dass die Mobbing-Fälle
von VW aufgeklärt werden.

Geschaffen hat Piech bei VW:

Ein System der Angst !

Der jüngste Skandal, der Diesel-Skandal
war das Ergebnis dieses Systems, des Systems Piech.

In Frankreich warten wir wegen des selben Systems
der Angst bei Telecom France noch auf die Verurteilung
des Managers.

Piech wäre in Deutschland nicht verurteilt worden,
weil unsere Politiker verhindert haben, dass wir
in Deutschland ein entsprechendes Anti-Mobbing-Gesetz
bekommen; allen voran Merkel und Scholz.

Und nun ist er tot, der Piech und kann die Fragen,
was er jeweils gewusst hat, rund um die VW-Skandale,
nicht mehr beantworten. Er hätte es auch nicht getan.

Damit wird aber auch der Weg frei für alle,
die dazu etwas zu sagen haben.
Das sind nicht nur unzählige Mobbingbetroffene von VW.
Ich bin gespannt, wer nun den Mut aufbringen wird,
aus der Schule zu plaudern.

Mir fielen da spontan so einige ein:
Winterkorn, Hartz, Volkert….

Die Beerdigung werden wohl einige abwarten wollen,
vielleicht sogar das Trauerjahr.

VW bietet sich jetzt die Chance,
sich der Altlasten endgültig zu entledigen
und reinen Tisch zu machen.

An unserer Forderung, den Schaden wieder gut zu machen,
der den Mobbingbetroffenen entstanden ist, hat sich nichts geändert.

Ich persönlich bin überzeugt davon, dass Piech
vom letzten Skandal bereits gewusst hat,
als er der Presse mitteilte:
„Ich bin auf Distanz zu Winterkorn.“

Dazu der Tagesspiegel aus 2017:

Die Rolle des israelischen Geheimdienstes

Die Abgas-Affäre bekommt derweil weitere politische Dimensionen. Grüne und Linke forderten, Piëch vor den Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages zu laden. 

Ministerpräsident Weil wird dort am kommenden Donnerstag vernommen. Spekuliert wird außerdem, dass der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet eine Rolle in der Diesel-Affäre gespielt haben soll.
Das berichteten „Spiegel Online“ und die „Wirtschaftswoche“.
So soll der Dienst ein Schreiben besessen haben, aus dem hervorging, dass US-Behörden Martin Winterkorn frühzeitig über Betrügereien bei Abgaswerten informierten.
Dieses Schreiben habe der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, Ende Februar 2015 Piëch gezeigt. 

Wir dürfen gespannt sein,
Wer sich jetzt aus der Deckung traut
und wie die Piech-Erben reagieren werden.

Man sollte über Tote nur gut reden ?

Das sehe ich anders.

Ich gestehe allerdings vielen zu,
dass viele tatsächlich Trauer empfinden um diesen Mann.
Während meiner vielen Besuche der Hauptversammlungen
bin ich auch solchen begegnet, die voller Stolz waren;
über dieses Genie der Autobranche.

Stellvertretend für alle andere Berichte über Piechs Tod
hier NTV:

Er war ein Patriarch.
Den börsennotierten VW-Konzern führte er wie ein Familienunternehmen. Er formte ein Imperium mit zwölf Marken. Piëch duldete keine Schwäche. Seine Rundgänge auf den Autoausstellungen rund um den Globus waren gefürchtet. Entsprachen die ausgestellten Prototypen nicht exakt seinen Vorstellungen, versanken die begleitenden Ingenieure im Boden. Kündigte er sich zum Werksbesuch in einem der vielen VW-Dependancen an, wurden mitunter ganze Eingangshallen neu gestrichen.
Piëch war über viele Jahre unumstrittener Herrscher der VW-Welt.

Wenn sich unsere Politiker und Medien
jetzt in Lobeshymnen über ihn ergießen,
werde ich weg klicken.
Diese Zeit geht vorüber.

Hoffen wir, dass sich mit Piechs Tod
die Zeit der Patriarchen endgültig
aus der Arbeitswelt verabschiedet
und Raum schafft für den Arbeitsplatz,
frei von Angst.

Dafür setze ich mich ein.

Nachtrag:

Mit dem letzten Satz in diesem Bericht bin ich nicht einverstanden.

Es spricht vieles dafür, dass Piech im Februar 2015
von dem Dieselskandal erfahren hat.

Viel spannender allerdings finde ich die Frage,
ob die Geheimverträge zwischen Hitler und Porsche,
die von Piechs Mutter unter Verschluss gehalten wurden
und von denen man vermutet, dass sie in Piechs Besitz sind,
nun ihren weg an die Öffentlichkeit finden werden.

Immerhin verdanken die Familien Piech und Porsche
genau diesen Verträgen ihren Reichtum.

Eine Weltnetz schreibt dazu:

„Dank dem genialen Konstrukteur Porsche“
sagte Adolf Hitler bei der Grundsteinlegung am 26. Mai 1938. Seitdem wird dieser Mythos gepflegt, der Familienclan von Porsche und Piëch baut darauf seinen 35-Milliarden-Reichtum.

Nach der Befreiung vom Faschismus zunächst „herrenlos“,
gehört das Unternehmen 75 Jahre nach der pompösen Grundsteinlegung dem Porsche-/Piëch-Clan und Volkswagen hat dafür 8 Milliarden € gezahlt – rücksichtslos geniale Strategen
von Geld und Macht: Wirtschafts- und Sozialgeschichte,
spannend wie ein Krimi!

Eine gute Zusammenfassung gibt Spiegel:

Zwei (2) Sätze fallen dabei besonders auf:

Wenige Monate später gibt die US-Umweltbehörde EPA bekannt, dass VW eine illegale Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung ihrer Dieselfahrzeuge verwendet hat, um Abgasnormen zu umgehen.
Es ist der Beginn des Dieselskandals: Winterkorn und eine Reihe anderer Topmanager müssen gehen, VW Bußgelder in Milliardenhöhe bezahlen.
Bis heute beschäftigt der Fall die Gerichte.
Ferdinand Piëchs Verwicklungen sind nicht endgültig geklärt.

und:

So unerbittlich er als Konzernlenker oft aufgetreten ist, egal ist dem Menschen Ferdinand Piëch seine Hinterlassenschaft nicht gewesen. Von Gesprächspartnern hat er sich oft mit dem Satz verabschiedet: „Ich bitte um gute Nachrede.“

Von uns hat er die ganz sicher nicht zu erwarten.

Nach dem ersten Fall Rainer Beutler
hatten sich 240 Mobbing-Betroffene
bei uns in der Mobbing-Zentrale gemeldet.

Es war schnell klar, dass sie Opfer
eines Systems der Angst bei VW
geworden sind.

Ich habe nun die Hoffnung,
dass es mutige Menschen gibt,
die jetzt wagen, darüber öffentlich
zu reden und zu schreiben.
.                             Eure Ricarda

Siehe auch:  Einen Kommentar von Karl-Peter

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 12.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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