Generation Y – Viel Spaß ohne Mobbing

Margit Ricarda Rolf .– Mobbing-Zentrale –

Als ich am Infostand für das BGE-Grundeinkommen war,
sagte ich, wie so oft:
Mit einem Grundeinkommen gäbe es kein Mobbing.
Dann wäre ich zwar arbeitslos, aber den Menschen ginge es gut
am Arbeitsplatz.“

Das wurde nicht unwidersprochen hingenommen.

So einfach könne man das doch wohl nicht sagen, hieß es.
Doch genau so einfach ist es!

Die heute 30-jährigen, die sogenannte Generation Y setzt neue Maßstäbe.
Sie wollen nicht in die Vorstands-Etagen, um mit 40 einen Herzinfarkt zu erleiden.
Die Idealvorstellung dieser Generation ist die 30-Stunden-Woche,
wobei selbstverständlich ein Teil der Arbeit im Homeoffice stattfindet.
Bei schönem Wetter geht es mit Laptop in den Park.
Gearbeitet wird auch gern mal nachts oder am Wochenende,
gegen Freizeitausgleich natürlich und Überstunden werden gebunkert – für das Sabbatical.

Da werden sich die Chefs noch umgucken!

Mir lief heute ein Artikel aus 2015 über den Stream.
Überschrift:

„Ich operier dann morgen weiter.“

Das wäre natürlich der Härtefall !  –  Der geschilderte Vorfall:

Ein Student im Praktischen Jahr hält mit Haken die Bauchdecke auf,
während der Chefarzt operiert.
Da sagt der Student:
„In einer Viertelstunde muss ich gehen, ich habe seit fünf Minuten Feierabend.“
Der Chefarzt traut seinen Ohren nicht.
„Wenn Sie das hier nicht interessiert, dann können Sie direkt gehen“, raunzt er verärgert. „Gut, dann schaue ich mir die Operation auf YouTube an.
  Dort bekomme ich wenigstens auch etwas erklärt.  – Tschüss“, sagt der Student,
übergibt die Haken an einen Assistenzarzt und verlässt den Saal.

Das wäre vor Jahren undenkbar gewesen.
In den heutigen Chefetagen kann man mit der Generation Y
noch nicht so recht umgehen.
Die Generation Y geht aber noch viel weiter.

Wenn ein Vorgesetzter mobbt, die Geschäftsleitung nichts dagegen unternimmt,
dann ist die Generation Y schneller weg, als die Alten gucken können,
und sie verbreiten es im Netz.
Geld lockt nicht mehr.  – Karriere ist zweitrangig.

So schreibt die Zeit:

Generation Y haben Soziologen die nach 1980 geborenen Akademiker getauft:
gut ausgebildete Jahrgänge, die nicht mehr alles dem Beruf unterordnen wollen,
sondern die Balance von Job und Freizeit fordern, die Vereinbarkeit von Karriere
und Familie.   –  Sinn ist ihnen wichtiger als Prestige.
Mit Hierarchien fremdeln sie.  Um die Zusammenarbeit zwischen der alten Ärztegeneration und der neuen zu verbessern, bieten Kliniken Seminare für eine hierarchie-übergreifende Kommunikation an, etwa die Hamburger Asklepios-Klinik Altona.   –  In diesen Seminaren sollen Assistenzärzte lernen, sich mit ihren Chefs offen auszutauschen und Wünsche oder Kritik so vorzubringen, dass sie nicht gleich auf komplette Ablehnung stoßen.
Und die Chefärzte sollen lernen, angemessen auf Kritik zu reagieren.

Wenn ich mit Rentnern darüber diskutieren, erlebe ich sie fassungslos.
Sie können nicht verstehen, dass die Generation Y sich diese Freiheit einfach nimmt.

Pflichtbewusstsein, Aufopferungswille, Ehre, Traditionen, Unterwürfigkeit
haben die Alten geprägt.  –  Sie haben noch erlebt, dass der Meister mit Gegenständen nach ihnen geworfen hat, es Maulschellen hagelte und Lehrjahre keine Herrenjahre sind.

Wir erleben zunehmend eine ratlose Generation,
denen die Generation Y entgleitet.
Margit Ricarda Rolf
.
– Mobbing-Zentrale –

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf – Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.

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3 Kommentare zu Generation Y – Viel Spaß ohne Mobbing

  1. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    ich weiß was Du meinst, nur wenn man nicht kämpft wird man früher oder später unter gehen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Und wenn man dieses innerhalb der SRH betrachtet, gehen sich die Kollegen im Gegensatz zu früher gegenseitig an den Kragen, auch und gerade Generation bedingt, was den AG natürlich sicher in die Karten spielt.

    Das traurige dabei ist nur, diejenigen von der neuen Generation laufen, rennen und tun alles mögliche, weil sie darin kein Problem sehen und die anderen sich nur so anstellen.
    Das diese aber im laufe der Zeit auch nicht jünger werden und diese Tätigkeit noch 45 Jahre durchhalten müssen fällt ihnen gar nicht erst ein.
    Aber die Wehwehchen werden früher oder später noch kommen und dann werden sie sich an die Worte der anderen Generation noch erinnern, wie recht sie doch hatten.

    Unser AG rühmt sich mit Zertifikaten die Sicherheitsunterweisungen und Gesundheitsschulung beinhalten, lässt aber im Gegensatz dazu die Kolonnen dauerhaft Unterbesetzt laufen und durch die Tourplanung sind die Kolonnen einer dauerhaften Mehr – und Überbelastung ausgesetzt !
    Obendrauf gibt es dann noch eine Rufbereitschaft für die Kolonnen nochmals dazu was noch mehr Mehr – und Überbelastung bedeutet.
    Zum Dank des ganzen dürfen die Kollegen Jahr für Jahr um ihren Urlaub Kämpfen der oftmals nur zwei Wochen beinhaltet oder ein Block den keiner haben und gebrauchen will.
    Von dieser ganzen weise kann man doch nicht im ernst davon ausgehen das die Kollegen sich regenerieren oder diesen Job bis zum Ende noch durchführen können !

    Deswegen Kampf um das was man erreicht hat um es zu sichern und Kampf um das was noch vor einen liegt , was aktuell bei uns in der SRH der Fall ist und dabei sollten sich alle Kollegen der SRH angesprochen fühlen, denn so wie es war und noch ist kann und darf es in Zukunft nicht weiter gehen.

    Spätestens Anfang nächsten Jahres können die Weichen neu gestellt werden mit der Wahl der PR und wer jetzt schon was ändern und gar nicht erst so lange warten will, kann sich jetzt schon über eine passende Gewerkschaft für sich mal Gedanken machen.
    Die Wahl mit zwei Gewerkschaften haben die Kollegen der SRH glücklicherweise heute 😉

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

  2. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    damit wirst Du durchaus Recht haben, denn die Zeit verändert sich ständig und wer nicht mit dieser mitgeht bleibt stehen.

    Aber eines bleibt auch hier beim alten, wie schon früher zu Zeiten der Entstehung der Arbeitnehmerrechte und Gewerkschaften sowie durch die jetzige neue Zeit mit Generation Y die Du meintest ist eines immer noch Vorraussetzung und kein Selbstgänger um was zu verändern :

    „D E R KAMPF “ .

    Nichts kommt von selbst und alleine, das müssen auch gerade die neuen Generationen begreifen, bevor sie von der Arbeitswelt der AG in dieser weiter wie in der Vergangenheit in Ihren Rechten beschnitten werden !

    Die Arbeitswelt durch ihre Globalität hat die Menschen nur Krank und kaputt gemacht und Nutznießer des ganzen weltweit waren nur die Firmen und nicht die Menschen die schwer Arbeiten.

    Dieses Grundeinkommen könnte wirklich das Gleichgewicht was schon seit Jahren abhanden gekommen ist wieder herstellen .
    AG müssten dann endlich Dinge wie soziale Verantwortung , gerechte Bezahlung, Gesundheit, Freizeit und Urlaub/Erholung wieder mehr zu schätzen wissen, denn ansonsten würden ihnen die Menschen davon laufen 😉

    Mal sehen ob es eines Tages umgesetzt wird…

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

    • Ricarda sagt:

      Du machst dabei einen winzigen Denkfehler: die Generation Y kämpft nicht, sie entzieht sich.

      Die Hardcore-Yer leben aus Mülltonnen, ernähren sich von Wildkräutern, retten Lebensmittel, „kaufen“ in Umsonstläden, ernähren sich vegan, bepflanzen Verkehrsinseln mit vom Aussterben bedrohtem Obst und Gemüse, retten Tiere aus Schlachthöfen, wählen nicht…

      … mehr fällt mir spontan grad nicht ein, ist aber ganz sicher nicht vollständig.

      Ich habe inzwischen etliche von Ihnen kennen gelernt. Das ist eine völlig andere Denke! Die zeigen dir stolz eine schrumpelige Wurzel für umsonst, die sie aus dem Müll gerettet haben oder kochen daraus gratis ein Essen für Obdachlose. Das ist wirklich eine ganz andere Generation!

      Die hätten auch kein Problem damit, aus Müll Kunst zu machen!!!!

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