HUK Coburg – aus dem Gerichtssaal

Ricarda

Ich habe mir heute wieder einmal das Vergnügen
gegönnt, das Arbeitsgericht Hamburg aufzusuchen
und der Güteverhandlung bei Richterin Dr. von Beyme beizuwohnen in der Sache  Studier ./. HUK Coburg.
Die HUK war vertreten von Herrn Dr. Weller,
der für die Viertelstunde extra aus Nürnberg angereist war,
und Herr Studier von Herrn RA Thurn,
unserem Experten für IT- Recht und Strafrecht.
(Übrigens eine tolle Kombination für alle Fälle
. von Cyber-Mobbing!)

Die Vorsitzende eröffnete die Verhandlung etwa mit dem Satz,
es ginge hier ja sozusagen nur um „Vergangenheitsbewältigung„.

Oh NEIN NEIN  Frau Dr. von Beyme,  völlige Fehleinschätzung !

Genau genommen geht es um die Frage,
ob man der HUK Coburg überhaupt noch vertrauen kann.
Ich war und bin glücklicherweise noch nie Mitarbeiter oder Kunde der HUK gewesen
und werde es auch nie sein.  – Die hatte noch nie einen guten Ruf.

Worum es in diesem Prozess geht,  ist jedoch elementar.

Dr. Weller erwiderte etwa:  Bei den (streitgegenständlichen) Daten
ginge es um „personen-geschütze Daten“ und betonte, man hätte (angeblich)
keine Möglichkeit an diese Daten heran zu kommen.
Außerdem habe ja nach Darstellung der HUK Herr Studier selbst seine Daten
in das Zeitkonto eingegeben (was dieser vehement bestreitet.)

Um genau diese Frage geht es.
Wenn Herr Studier die Daten nicht persönlich eingegeben hat, wer dann ?
Seitens der HUK wird alles getan, um denjenigen zu schützen.
Die Behauptung, das alte System habe es nicht zugelassen, zu speichern,
wer wann welche Daten eingegeben habe, ist höchst unglaubwürdig
und widerspricht den Auskünften, die dem Kläger vorliegen.

Nun wird natürlich kein Mitarbeiter beigehen und einfach den Zugang von Studier benutzen, um falsche Daten in das System einzugeben, es sei denn, er wurde angewiesen, dies zu tun.
Dann stellt sich jedoch die Frage, wer ihn angewiesen hat.
Wer immer die Daten eingegeben hat, muss Zugang zum administrativen Bereich gehabt haben.  – Aus Spaß würde für so etwas niemand seinen Job riskieren.
Das legt den Verdacht nahe, dass die Order von ganz oben kommt.

Zur Erinnerung:

Die HUK hat alles getan, um den unbequemen stellvertretenden Betriebsrats-Vorsitzenden Studier loszuwerden.
Wir haben darüber berichtet.  Wer Lust hat nachzulesen hier.

Nachdem die HUK die Kündigungs-Schutzklagen allesamt verloren hatte,
ging die Schikane weiter.  Zunächst sieben langjährige Mitarbeiter wurden krankheitsbedingt gekündigt.
Personalvorstand Frau Rössler rechtfertigte diese Kündigungen.
Bis auf zwei Verfahren, die noch anhängig sind, hat die HUK alle Prozesse verloren.
Den dramatischen Höhepunkt erreichte dieser Skandal durch den Tod
einer langjährigen Mitarbeiterin,   Bericht.
Rössler ist bis heute nicht bereit die Verantwortung
für ihre katastrophale Personalpolitik zu übernehmen.

Nun schreien immer alle nach Europa.
Ob SPD, CDU/CSU, FDP, Grüne oder Linke, alle wollen mehr Europa.
Mit der Umsetzung hapert es jedoch seit mehr als einem Jahrzehnt,
so alt ist die IP 07/569 inzwischen.
Hätten wir bereits ein deutsches Anti-Mobbing-Gesetz,
wie es die Rahmenvereinbarung erfordert, dann würde Frau Rössler
wohl längst ein Verfahren der Staatsanwaltschaft an der Backe haben,
wie der Manager der Telecom France:

Den Eltern der verstorbenen Kollegin wünsche ich den Mut und die Kraft,
über entsprechende Strafanträge nachzudenken.
Ein Mitarbeiter der HUK kann das nicht tun, ohne Gefahr zu laufen,
den Job zu verlieren.
Die Eltern einer verstorbenen Mitarbeiterin könnten es tun,
wenn die Kraft dazu reicht.
Es könnte Managern wie Rössler das Handwerk legen.

Für alle, die verstehen wollen, worum es hier geht,
der öffentliche Brief des Vaters: (Der Tod seiner Tochter jährt sich am 19.07.2018):


Wenn Rössler ihren Hut nehmen müsste und sich die HUK besinnen würde
zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen zurück zu kehren, dann wäre ihr Tod
nicht ganz sinnlos gewesen.

Nein, Frau Dr. von Beyme, es geht nicht um Vergangenheitsbewältigung,
sondern um die Frage, ob es für die HUK Coburg in Deutschland
noch eine Existenz-Berechtigung gibt.

Wie soll man einem Unternehmen vertrauen,
ob als Mitarbeiter oder Kunde,
wenn es so mit Menschen um geht ?
Und:  Wird die HUK Coburg ihre Fehler einsehen
und den Schaden voll-umfänglich ersetzen ?
Würde man  dann auch Rössler in Regress nehmen ?

Das sind die Fragen, um die es eigentlich geht.
Ich bleibe am Ball.
.                                                    Ricarda

.
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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 12.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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Ein Kommentar zu HUK Coburg – aus dem Gerichtssaal

  1. Ricarda sagt:

    Die MOPO berichtet über diesen Skandal bei der HUK

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