Konflikte zwischen Deutschen und muslimischen Türken unterschätzt

Sie schwelen seit Jahrzehnten vor sich hin.
Das kennen wir aus zahlreichen Betrieben.

Bei der DASA (jetzt Airbus) wurde ein Kollege schikaniert, weil er eine Türkin geheiratet hatte.
Er wurde sehr krank und schied gegen Abfindung aus.

Bei Honeywell arbeiten viele Türken.
Konflikte zwischen ihnen und Homosexuellen
sind vorprogrammiert.

Früher ging man mit diesen Konflikte souverän um.
In Zeiten des Stellenabbaus spitzen sie sich zu.

Bei der Mülle sind „Sprüche“ an der Tagesordnung.
Ich könnte das fortsetzen …

Nun hat das LAG Stuttgart die fristlose Kündigung zweier Mitarbeiter bei Daimler bestätigt, die einem muslimischen türkischen Kollegen „satirische“ Botschaften geschickt haben, schreibt swr:

Das Gericht entschied, dass die Beleidigungen des Klägers gegenüber einem türkischen Kollegen einen Grund zur außerordentlichen Kündigung darstellen.
Der Mann war seit 1983 bei Daimler beschäftigt.  – Er soll gemeinsam mit einem Kollegen den türkischen Arbeitskollegen muslimischen Glaubens massiv verbal beleidigt und ihm Whatsapp-Nachrichten mit fremdenfeindlichen und den Nationalsozialismus verherrlichenden Inhalten übersandt haben.  – Angesichts der massiven Pflichtverletzungen war eine vorherige Abmahnung des Klägers nicht erforderlich.

Cyber-Mobbing nennt man so etwas übrigens.

Aber mal ganz ehrlich:  Wie blöd muss jemand sein ?
Glaubt wirklich irgendwer, das wäre ein harmloser Spaß,
er würde nicht erwischt werden oder das sei ja bloß in der Freizeit passiert
und nicht am Arbeitsplatz ?
Jugendliche denken so.
Das erlebe ich immer wieder, wenn ich in Schulklassen gehe.
Da heißt es:  Dissen ist doch nur Spaß !

Aufwachen Leute !

Wir brauchen am Arbeitsplatz eine Kultur des freundlichen Miteinanders,
auch zwischen Deutschen und türkischen Muslimen. das Konfliktpotenzial
zwischen diesen beiden Gruppen ist seit Jahrzehnten unterschätzt worden.
(Zwischen Deutschen und Asiaten gibt es so etwas kaum.)
Arbeitgeber sind aufgefordert, darauf hinzuwirken, dass von allen der Beitrag
zum Betriebsfrieden zu leisten ist.

Der Daimler-Fall lässt sie hoffentlich aufhorchen.
Man kann für solche Eskalationen nicht nur den Arbeitnehmern die Schuld geben,
denn die Entwicklung ist seit Jahrzehnten bagatellisiert worden.

Worum ging es bei Daimler ?

Bei der Mülle höre ich immer wieder:  „Wir reden halt so miteinander.“

Ich finde es erschreckend, wie einige Menschen am Arbeitsplatz miteinander reden.
Einige mögen es cool finden.  – Den Betriebsfrieden fördert es nicht.
Es lohnt sich immer, darüber nachzudenken, wie wir miteinander umgehen wollen.
.                                                                                                                                        Ricarda

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 12.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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