Mobbing nicht leichtfertig in den Mund nehmen

Im Zusammenhang mit Westerwelle ist heute von Mobbing die Rede. Nicht das erste Mal in der Politik. Das Wort Mobbing muss immer häufiger für jeden Konflikt herhalten. Das dient aber der Sache nicht, sondern schadet ihr.

Mobbing bezeichnet einen eskalierten Konflikt am Arbeitsplatz. Nun könnte man natürlich sagen, Westerwelle sei als Außenminister ja schließlich auch eine Person, die Geld erhält vom Staat und damit sozusagen Arbeitnehmer. Das trifft die Sache jedoch wohl eher nicht.

Man versucht Westerwelle abzusägen, ihn zum Rücktritt zu bewegen, weil die FDP unter die 5 %-Grenze abzurutschen droht. Selbst wenn sich einige aus der FDP treffen und beschließen, dass man künfitg lieber auf Westerwelle verzichten möchte, so hat das mit echtem Mobbing nicht einmal ansatzweise etwas zu tun. Die Medien täten gut daran für politische Auseinandersetzungen eine andere Vokabel zu wählen.

Und was ist mit den Eigenanteilen? Westerwelles Reaktion:

„WESTERWLLE WEIST KRITIK VON SICH

Das zurückliegende Jahr sein ein „hartes Jahr für die FDP“ und auch „ein hartes Jahr für mich selbst“ gewesen, so der FDP-Chef. Zu Kritik an seinem Führungsstil sagte Westerwelle, er sei „keiner, der bei Sturm von Deck geht“. „

Sollte das eine Anspielung auf Ole von Beust sein? Westerwelle nimmt nicht einmal wahr, dass er mit seinen teilweise pubertären Auftritten die Ursache für das Dilemma seiner Partei ist. Einen Mobbingbetroffenen, der sich in ähnlicher Weise seiner Eigenanteile nicht bewußt ist, schickt man zum medizinischen Dienst. Dort diagnostiziert man ihm dann eine narzistische Persönlichkeitsstörung und ab geht es in die Frühverrentung.

Wer Westerwelle als Mobbingopfer bezeichnet, der sollte dafür sorgen, dass man mit ihm auch wie mit einem Mobbingopfer verfährt. Das würde sich jedoch niemand trauen.

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf – Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.

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