SCHIKANEN AM ARBEITSPLATZ – WENN DER CHEF MOBBT

Ständige Schikanen am Arbeitsplatz, das Verbreiten von Halbwahrheiten oder das Entziehen wichtiger Aufgaben – die Erscheinungsformen von Mobbing sind vielfältig und oft subtil.

Wer das Gefühl hat, am Arbeitsplatz systematisch gedemütigt, herabgewürdigt, bevormundet oder gar bedroht zu werden, sollte dies nicht akzeptieren. 

Richtig reagieren

Gute Miene zum bösen Spiel ist auf Dauer das falsche Mittel. Der Vorgesetzte kann sich hierdurch sogar noch ermutigt fühlen. Dagegen kann es sinnvoll sein, ein offenes Gespräch mit ihm zu suchen. Oftmals erfährt man dabei ein paar Hintergründe für sein Verhalten, zum Beispiel wenn ein Kollege in der Abteilung den Mitarbeiter diffamiert hat. Manche Missverständnisse lassen sich durch ein Vier-Augen-Gespräch beseitigen. Zudem werten viele Vorgesetzte direkte Fragen positiv und als Indiz für Mut.

Beschwerde
Hilft auch das nichts, kann man sich in einer Beschwerde an die Personalabteilung oder den nächsthöheren Vorgesetzten wenden. Da eine Beschwerde allerdings weitreichende Konsequenzen haben kann, sollte dieser Schritt gut überlegt sein. Vor allem kann sie nur erfolgreich sein, wenn sich der Übergriff auch beweisen lässt, was häufig ein gravierendes Problem darstellt. Deshalb sollte der Sachverhalt am besten umgehend schriftlich in einem Mobbingtagebuch festgehalten und nach Möglichkeit mit der Angabe von Zeugen versehen werden. Zudem kann eine Unterredung mit dem Betriebsrat hilfreich sein, der in größeren Unternehmen als Ansprechpartner im Konfliktfall zur Verfügung steht. Auch eine professionell geführte Mediation kommt in Frage.

Rechtliches Vorgehen 
Gibt es weitere Betroffene, die Ähnliches erlitten haben, kann auch deren Aussage die Position des Opfers stärken. Damit wird es leichter, gegen die Schikanen rechtlich vorzugehen: So kann man zum Beispiel auf Unterlassung des Mobbings, auf Beseitigung der Mobbingfolgen (z. B. Widerruf der falschen Aussagen) und auf Schadenersatz (z. B. Arztkosten) klagen.

Weiter = http://blog.mobbing-zentrale.de/?p=934

 

 

Quelle:  DAS-Rechtsschutzversicherung

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Über Karl-Peter

Karl-Peter Grube ist Partner der Mobbing-Zentrale und betreut seit 2003 Mobbingbetroffene auf der emotionalen Seite mit sehr viel Erfolg – z B. mit dem Abgrenzungstraining.

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