Arbeitskreis VW – Aufsichtsräte?

Ich erinnere mich noch sehr genau im Zusammenhang mit der SAGA an ein Gespräch mit Uwe Grund, der im Aufsichtsrat saß. Ich hatte mich an die jeweilige Senatorin gewandt mit einer Beschwerde über den Vorstand und hatte natürlich nur oberflächliche antworten erhalten.

Grund meinte zu mir, ich würde die Aufgabe der Aufsichtsräte völlig missverstehen. Natürlich ist es unstrittig, dass sich der Aufsichtsrat nicht in das Tagesgeschäft einmischen darf. Dafür gibt es ja die Geschäftsführung oder den Vorstand.

Meiner Meinung nach darf sich aber die Aufsicht auch nicht darauf beschränken zu den Sitzungen zu erschienen, das Tagesgeld zu kassieren und sich durchs Buffet zu fressen!

Meinen Respekt hat Prof. Selenz verdient, der sich geweigert hat eine Bilanz abzuzeichnen, die falsch war. Er legte sein amt im Aufsichtsrat nieder, (wurde danach angegriffen) und gründete Cleanstate, zur Aufklärung von Wirtschaftskriminalität, und er schrieb das Schwarzbuch VW.

Es überrascht mich nicht wirklich, dass Absprachen bei VW auch schon zu Zeiten von Wulff statt gefunden haben. Vielleicht sollten wir in Deutschland über den Sinn oder Unsinn der Besetzung von Aufsichtsräten neu nachdenken.

Im Diesel-Abgas-Skandal streiten sie sich jetzt darum, ob es normal ist oder nicht, VW politische reden zur Absegnung vorzulegen, wie Focus heute berichtet.

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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2 Kommentare zu Arbeitskreis VW – Aufsichtsräte?

  1. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    über andere Länder regt man sich auf die währen zu Korrupt und was passiert bei uns in Deutschland ?!

    Ist es etwa was anderes wenn Absprachen wie diese mit Aufsichtsräte stattfinden ?
    Nein, natürlich nicht.

    Nur wenn dieses Strafrechtlich (leider!) nicht verfolgt wird, dann hat man eben ähnliche Verhältnisse wie in anderen sogenannten korrupten Ländern !

    Wenn man seinen Blick auf unseren Aufsichtsrat lenkt, dann wird man feststellen wie viele von der SRH in diesen vertreten sind und sich dadurch selbst Kontrollieren.

    Super, Klasse nicht wahr 😉

    Oder diese Variante :

    https://www.uk-nord.de/de/unfallkasse-nord/die-unfallkasse-nord/selbstverwaltung/vertreterversammlung/mitglieder-der-vertreterversammlung.html

    Man höre und staune wer da in der UK Nord Unfallkasse Nord in der Gruppe der Arbeitgeber sitzt ?!
    Es mag einen nicht gleich ins Auge fallen, aber dort sitzt tatsächlich unser 1. GF aus unserer SRH !

    So, werden einige bestimmt gleich denken, ist doch nichts dabei, oder ?!

    Man könnte es glatt so denken, nur wenn man im eigenen Betrieb im Bereich LOB mit Krankenreduzierung arbeiten wollte, Ziele vereinbart um Arbeitsunfälle zu vermeiden und Unfallmeldungen von Angestellten an die UK Nord gehen, hat man als Mitglied der Vertreterversammlung in der Gruppe der Arbeitgeber sicher die Möglichkeit in Akten von Arbeitnehmern die für einen selbst interessant sich Einblicke zu verschaffen.

    Dieses ist ganz klar ein Interessenkonflikt der so nicht vorhanden und geregelt sein dürfte !!!

    Das man wie in dem Fall mit Prof. Selenz so umgegangen ist wundert mich nicht, denn alle die anders Laufen als erwartet, dadurch unangenehm werden und da kann man Querbeet ebenso von der SRH reden, werden meistens eliminiert, mit dem Ziel egal wie (Mobbing/Bossing/Altersdiskriminierung/Abfindung) denjenigen aus dem Betrieb zu jagen !

    Da ich das Buch „Schwarzbuch VW: Wie Manager, Politiker und Gewerkschafter den Konzern ausplündern“ noch nicht kenne, was sich demnächst ändern wird, empfinde ich schon seit längeren genau das selbe durch unsere verantwortlichen Herren in GF,Aufsichtsrat,PR und Gewerkschaft.
    Alle bereichern sich über Jahre entweder mit Geld wie zuletzt mit dem LOB was je nach Bruttogehalt gezahlt wird und daher sozial ungerecht ist, denn wenn ein 1.GF angeblich das eine Jahr 70.000€ / Jahr an Prämie bekommt und der schlechteste Angestellte nur 300€/ Jahr brutto, dann liegt hier schon gehörig was schief !
    Oder es werden Posten verteilt , so wie es momentan sehr auffällig ist sogar an PR oder ehemalige PR, die wie solls auch anders sein qualifiziert dafür sind und sich gegen andere durchgesetzt haben 😉

    Wer es glauben will, bitteschön !

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

    • Ricarda sagt:

      Aufsichtsräte kamen keinen Zugang zu Akten, sondern zu Bilanzen. Sie dürfen sich nicht ins Tagesgeschäft einmischen. Wenn allerdings Positionen bilanzrelevant sind, dann müssen sie schon tätig werden.

      Das könnte der Fall sein, wenn hohe Abfindungen gezahlt werden oder externe Rechtsanwälte umfangreich tätig werden. Wenn solche Positionen in der Bilanz nicht auftauchen, dann sollten Aufsichtsräte aufwachen!

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