Arbeitskreis VW – Hauptversammlung/Gegenanträge

Georg Meck

Der Arbeitskreis VW wurde 2004 gegründet.
Kurz darauf stellte ich die ersten Gegenanträge und schrieb alle Vorstände und Aufsichtsräte persönlich an, weil ich in ihrem Untätig-bleiben eine Verletzung ihrer Sorgfaltspflicht sah.

Peter Hartz wurde rechtskräftig verurteilt
auf 2 Jahre mit Bewährung und nicht entlastet.
Danach hätte der Aufsichtsrat in jedem Fall
Schadensersatz geltend machen müssen!
Das hat er nicht getan.  – Stattdessen kassiert Hartz
bis heute eine satte VW-Pension. Daher vermute ich, dass Piech mehr wusste als er zu gibt und sehe in den Einkünften von Hartz nicht mehr als ein Schweigegeld.

Und natürlich ist das meine Meinung !
Beweise habe ich dafür bisher nicht.


Überraschend
bekomme ich nun Unterstützung.
.         
Georg Meck schreibt in seinem Buch  „Auto Macht Geld
anlässlich des Abgas-Skandals über Winterkorn (S. 30):

Zitat:

Hat er tatsächlich nichts gewusst? – Wie kann das sein, wenn er sonst alles wissen wollte? Hatten seine Leute zu viel Angst vor ihm, dem autoritären Anführer, als dass sie ihm die Wahrheit erzählt hätten? – Wollten sie ihn schonen?  –  Unerklärlich.“

Unabhängig davon, so führt er aus, wird dem Aufsichtsrat nichts anderes übrig bleiben,
als Winterkorn in Regress zu nehmen, denn er hätte es wissen müssen!
Er schreibt weiter (S 32):

Zitat:

„Winterkorn hat alles verloren: seine Position, seinen Ruf; am Ende womöglich auch seine finanzielle Existenz – und zwar unabhängig von der Frage nach der persönlichen Schuld. Die Ursache dafür liegt im deutschen Recht. Manager haften demnach nicht nur, wenn sie einem Unternehmen willentlich schaden, sondern auch dann, wenn sie bei den Kontrollmechanismen geschludert haben.

„Fahrlässige Pflichtverletzung“ – so heißt der schwammige Fachbegriff – kann ihre bürgerliche Existenz vernichten, wenn die „Organhaftung“ zuschlägt. Im Extremfall sind Martin Winterkorns Ersparnisse komplett weg“ sagt Gregor Bachmann, Rechtsprofessor an der Freien Universität Berlin. Denn Vorstände haften uneingeschränkt. Ohne jede Gnade. Sogar für Deutschlands ehemaligen Top-Verdiener Winterkorn, der in guten Jahren 16 Millionen Euro nach Hause getragen hat, zehrt sich das Vermögen schnell auf, wenn der Schaden in die Milliarden geht.

Die Versicherungen, die Konzerne wie VW für ihr Führungspersonal abschließen,
heilen längst nicht alles.

Dann spricht er von einem Selbstbehalt von 10 %.

Nach meiner Meinung…

gilt das, was hier über Winterkorn gesagt wird auch für Ferdinand Piech!
Und natürlich gilt es für alle Vorstände und Aufsichtsräte.
Bisher hat es in Deutschland jedoch noch niemand gewagt, davon Gebrauch zu machen.

Wir gut könnte es dem kleinen Mann gehen, wenn Vorstände und Aufsichtsräte für Schäden aufzukommen hätten, statt für Misswirtschaft auch noch riesige Abfindungen zu kassieren.

Noch ein Wort an unsere Müllmänner:

das gilt natürlich analog auch für den Geschäftsführer der SRH und die Aufsichtsräte!

Nur für unsere Politiker gilt das leider nicht. Die sind von der Haftung ausdrücklich befreit. Alles, was denen schlimmstenfalls passieren kann, ist der Rücktritt und in besonderen Ausnahmefällen ein Prozess vor dem Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte.

Was also ist jetzt zu tun?

Ich werde Gegenanträge für die Hauptversammlung formulieren und hoffentlich auch vortragen. Natürlich erwarte ich nicht, dass die Aktionäre den Anträgen zustimmen.
Der Arbeitskreis hat eine Aktie ! – Aber die Gegenanträge müssen auf der Internetseite von VW veröffentlicht werden und die Aktionäre müssen sie sich auf der Hauptversammlung anhören.
Der Vorstand muss Fragen beantwortet und meine wird natürlich lauten:
Wird der Aufsichtsrat von VW Schadensersatz von Winterkorn und Piech fordern?
In welcher Höhe?  –  Wenn nein – warum nicht?

Die Hauptversammlung findet übrigens am Mi. 10. Mai 2017 in Hannover statt
und wird – wie immer – live im Internet übertragen.
Es wäre schön, wenn sich jemand finden würde, der die Redebeiträge aufzeichnet.

Übrigens:  Wenn Piech sich gegen den Rest der Familie stellt und Rache übt,
denkt er nicht weit genug. er mag sich gegen eine Anhörung in Deutschland wehren können, gegen eine Schadensersatzklage ist das nicht möglich.
Hier denkt er wohl ausnahmsweise nicht weit genug.  Frankfurter Allgemeine

Margit Ricarda Rolf
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– Mobbing-Zentrale –

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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