Anti-Mobbing an der Gesamtschule Bad Oeynhausen

Der Homepage entnommen:

Leider gehen auch unerfreuliche gesellschaftliche Entwicklungen nicht an der Schule vorbei. Das Mobben von Mitmenschen, das man aus dem Berufsleben kennt, hat auch im Alltag der Schulen Fuß gefasst.

Unter Mobbing versteht man das Schikanieren von einzelnen Mitmenschen, das regelmäßig und über einen längeren Zeitraum stattfindet. Hiervon kann jeder betroffen sein, es gibt kein typisches „Opfer“, die Täter sind Einzelne, die oft eine kleine Gruppe von Mitläufern um sich geschart haben. Mobbing findet im Verborgenen statt, es gibt kaum Zeugen, schon gar keine Lehrer und die Betroffenen sehen keine Möglichkeit, den Übergriffen zu entkommen oder auszuweichen.

Wir sind der Meinung, dass sich das Problem nicht von selbst aus der Welt schafft und dass es den Betroffenen auch nicht hilft, wenn man wegschaut oder die Ansicht vertritt, dass es sich nur um ein unbedeutendes Randphänomen handelt.

Eine schulinterne Umfrage hat ergeben, dass Mobbing auch an unserer Schule ein Problem ist und wir haben uns entschlossen, nicht wegzuschauen, sondern zu handeln.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, gegen Mobbing vorzugehen. Wir haben zwei verschiedene ausprobiert und arbeiten in der Hauptsache mit einem Ansatz, der aus Schweden stammt.

Dabei werden zunächst Gespräche mit den Opfern von Mobbing-Übergriffen geführt, um erst einmal ihnen direkt zu helfen und um in Erfahrung zu bringen, was genau vorgefallen ist.

Danach folgen Gespräche mit den jeweiligen „Tätern“, auf deren Form und Inhalt wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen wollen.

Es können nach diesen Gesprächen durchaus noch weitere Maßnahmen folgen, die aber bisher nur sehr selten nötig geworden sind.

Insgesamt hat diese Form der Anti-Mobbing-Intervention an unserer Schule zu vielen Erfolgen geführt, die hoffentlich dazu beigetragen haben, dass die gemobbten Schülerinnen und Schüler wieder gerne und ohne Angst vor Übergriffen zur Schule kommen können.

Andere Schulen aus dem Umkreis bei uns angefragt, wie unser Konzept funktioniert und wir haben dort von unseren Erfahrungen berichtet und unser Vorgehen beschrieben. Dort wird nun auch nach dem gleichen Konzept gearbeitet.

Unser Konzept ist bei seiner Einführung in allen Gremien besprochen worden, also von Lehrern, Schülern und Eltern. Es wurden dann Umfragen und ein Testlauf während einer Probezeit gemacht. Schließlich wurde das Vorgehen durch die Schulkonferenz beschlossen, so dass wir sicher sein können, dass sämtliche Teilnehmer am Schulleben damit einverstanden sind, dass wir an unserer Schule kein Mobbing dulden und dagegen vorgehen, wenn es doch stattfindet.

Quelle: http://www.ge-bo.de/sekundarstufe-i/konzeptionelles/anti-mobbing.html

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf – Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.

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