Arbeitsgericht Hamburg: Harder ./. Stadtreinigung Hamburg – gewonnen – wieder mal…

Ricarda-P1

Gestern, am 2.12.2013, war ich mal wieder im Arbeitsgericht
in der Kammer von Richterin von Beyme.

Verhandelt wurden die Kündigung vom 31.07.2013, die außerordentliche Kündigung, die Kündigung vom 30.09.2013 und 18.09.2013, sowie ausstehende Lohnansprüche ab 05.09.2013,  Oktober und November.

Durch Atteste war bestätigt worden, dass Harder arbeitsfähig ist.
Die Frage der Richterin, warum die Atteste nicht anerkannt würden,
beantwortete Frau Supper von der Stadtreinigung damit, dass
sie ja nur von Hausarzt und Neurologen stammten, nicht aber vom Arbeitsmediziner.
Eine Kündigung hatte Harder erhalten, weil er sich als Gesunder geweigert hatte, erneut dem AMD vorgestellt zu werden.
Das Gericht wies erneut darauf hin, dass Harder dazu nicht verpflichtet sei.
Schließlich ist er seit Monaten arbeitsfähig und nicht in medizinischer Behandlung.
Frau Supper begann nun damit zu argumentieren, dass sie
keinen leidens-gerechten Arbeitsplatz hätte.
Das sei ja nicht das Problem von Harder, meinte die Richterin.
Bei einem Kleinunternehmer könne man das nachvollziehen, aber
doch bitte nicht bei der Stadtreinigung Hamburg!

RA Fehr ritt noch einmal darauf herum, dass Harder Nötigung vorgeworfen würde.
ER hatte es doch tatsächlich gewagt auf Schadensersatz zu klagen und – zu gewinnen !
Darin sieht die Stadtverwaltung Hamburg den Straftatbestand der Nötigung erfüllt.
Nicht einmal ein Jurastudent im 1. Semester würde so etwas einfallen.
So erklärte die Richterin denn auch, dass so etwas absurd sei.
Jeder hätte das Recht zu klagen.
Wenn man dann auch noch gewinnt, spricht das Ergebnis für sich.

Wir warteten die Urteilsverkündung ab. Die Freude war groß. Wieder gewonnen.
Die Richterin verabschiedete uns mit den Worten: „Bis zum nächsten Mal.“
Wir dürfen davon ausgehen, dass die nächsten Kündigungen bereits konstruiert werden.
Die Kammer wünschte uns frohe Weihnachten und versicherte, vor Weihnachten würde nicht mehr terminiert werden.

Verantwortlich für die Stadtreinigung
ist übrigens der Geschäftsführer Prof. Dr. Rüdiger Siechau.
Es sieht so aus, als würde er es als Dreistigkeit empfinden,
wenn überhaupt jemand zu Gericht zieht.
Die Kosten dieses Rechtsstreites liegen inzwischen im 6-stelligen Bereich.

Wir Hamburger sollten uns überlegen, ob ein Geschäftsführer,
der so mit öffentlichen Geldern umgeht, noch tragbar ist.
Den Bund für Steuerzahler werde ich einschalten.
Ich könnte mir aber auch vorstellen eine Anfrage an den Senat zu richten
oder ein Volksbegehren auf den Weg zu bringen.

Margit Ricarda Rolf
.  (Mobbing-Zentrale)

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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7 Kommentare zu Arbeitsgericht Hamburg: Harder ./. Stadtreinigung Hamburg – gewonnen – wieder mal…

  1. Gemobbter Müllmann aus SRH sagt:

    Sehr geehrte Comtesse von Görtz,

    der Geschäftsführer der SRH hat wild um sich geschlagen auf der PR-Versammlung am 16.04.16 und die verantwortlich gemacht, die sich „anonym“ melden und damit der SRH schaden zufügen.
    Das würden sie nicht zulassen und gegen an gehen !

    Das er dadurch nur von sein Problem ablenken will, weil er im Hintergrund politisch unter Druck geraten ist und sich wohl in naher Zukunft auch dafür verantworten muss, dieses hat er mit keiner Silbe auf der PR-Versammlung erwähnt !

    Warum und wieso konnte es denn nur dazu kommen, das sich Kollegen „anonym“ in Foren im Net oder anderswo melden ?
    Wenn Vertrauen und Ehrlichkeit nicht mehr greifen und gelebt werden, sondern dieses ein nur vorgegaukelt wird durch eine desaströse Firmen- und Personalpolitik seitens des Geschäftsführers, dann kann man doch nicht ehrlich erwarten das Menschen und Kollegen sich jeweils vertrauensvoll an irgendein Vorgesetzten wenden werden !

    Denn genau das Gegenteil ist hier in der SRH eingetreten und der Geschäftsführer hat dieses nicht rechtzeitig erkannt oder erkennen wollen, denn die Menschen und Kollegen haben es eine lange Zeit aushalten und ertragen müssen und da zähle ich mich auch eindeutig mit dazu !

    Und wenn Menschen und Kollegen die in enge getrieben wurden und am Ende obwohl sie alles menschenmögliche versucht haben keine Wahl mehr sehen, als sich anderweitig Hilfe wo auch immer zu suchen gehen, dann ist gehörig bei uns in der SRH was schief gelaufen.
    Und dann kann man eben nicht wie unser Geschäftsführer meinte auf der PR-Versammlung anderen Kollegen die Schuld geben die sich anonym melden und die SRH schlecht machen.
    Diese Verschulden trägt alleine in erster Linie der 1. Geschäftsführer der SRH, ob er will oder nicht und eben nicht die Menschen und Kollegen die sich wohl nicht mehr anders zu wehren wissen !
    Dieses Verhalten der Kollegen ist nicht gegen die SRH gerichtet, sondern gegen die Vorgesetzten und dem 1. Geschäftsführer der SRH und nichts anderes !

    Ablenkung von den eigenen Problemen die ich selbst als Geschäftsführer zu verantworten habe, so würde ich es nennen !

    Und der Schnellschuss Mobbing Beauftragter der SRH der aus den Hut über Nacht gezaubert wurde, ist wirklich der größte Witz 🙂
    Denn dieser muss unabhängig von Geschäftsführung und PR sein, was dieser Kollege wohl niemals sein kann, wenn man weiß welcher Posten dieser vorher in der SRH inne hatte.
    Und eine Ausschreibung wird es wohl gar nicht erst gegeben haben, jedenfalls ist und war mir nichts bekannt.

    Desweiteren hat bei uns unser Schwerbehindertenbeauftragter der SRH eine Klasse Rede gehalten und hat dafür donnernden und verdienten Applaus erhalten !!!
    Er hat klare und deutliche Worte gewählt und dadurch auch die Geschäftsführung erhalten, die wie erwartet davon sicher wiedereinmal nicht begeistert aussah.
    Aber sehr wahrscheinlich wird auf diese Stelle auch wieder Druck ausgeübt, denn sowas will man nicht hören und solch ein Mitarbeiter der die interessen der Schwerbehinderten vertreten soll und auch andere Kollegen ist der Geschäftsführung immer ein Dorn im Auge, weil er sich „zu sehr“ für diese belange einsetzen tut !
    An dieser Stelle Hut ab und meinen Respekt vor diesen Kollegen und seinen Job !!!

    Um auf ihren Artikel zurück zu kommen sehr geehrte Frau Comtesse von Görtz, so würde ich sie doch gerne bitten dieses unabhängig von evtl. Hire-and-Fire-Attacken die erneut eintreten könnten abhängig zu machen.
    Wir und das sind alle nicht (!) mobbenden Menschen und Kollegen in der der SRH und andere Deutschland weit wären jederzeit dankbar über Informationen und Unterstützung aus der Bevölkerung außerhalb der SRH.
    Deshalb diese meine dringende bitte an sie, teilen sie dieses bitte auf diesen oder anderen Wege uns mit, denn wir sind auf jede mögliche Hilfe angewiesen und dankbar !

    Man merkt in Ihren Beitrag, das auch sie einen der eine ganze Branche (Arbeitgeber) in Verruf bringen kann auch nicht gern haben wollen, vor allem weil sie eher auf Arbeitgeberseite stehen wie sie sagen.

    Wir wollen alle doch nur in unseren Leben und gerade unseren langen Arbeitsleben miteinander auskommen und das muss doch auch das Ziel von jeden einzelnen sein und bleiben.
    Und da ist es doch egal ob man Arbeitgeber oder Arbeitnehmer ist !

    Auf diesen Wege möchte ich Ihnen und noch vielen anderen danken das sie uns bei unseren so wichtigen Kampf jetzt und in Zukunft unterstützen !!!

    LG an alle nicht (!)mobbenden Kollegen der SRH und andere in ganz Deutschland

    • Ricarda sagt:

      Wir stehen im E-Mail-Kontakt.

      Die Altlastenn von Siechau aus der Göttinger Zeit wären nur relevant, wenn sich Betroffene aus jener Zeit melden würden, die Beweise beibringen können. Das erwarte ich zum jetzigen Zeitpunkt eher nicht.

  2. Ricarda sagt:

    Während der Personalversammlung hatte ich Gelegenheit mit etlichen Müllmännern zu sprechen. Viele sind 20, 30 und mehr Jahre dort. Sie haben mir bestätigt, dass sie massiv unter Druck gesetzt werden.

    Das geht bis in der Bereich der Nötigung: entweder Altersteilzeit oder schwere körperliche Arbeit. Einige gehen dieser schweren Arbeit inzwischen trotz Bandscheibenvorfall nach. Auf meine Nachfrage, warum sie keinen behindertengerechten Arbeitsplatz einfordern, erhielt ich die Antwort: „Die gibt es nicht bei der Stadtreinigung. Damit schneide ich mir ins eigene Fleisch.“

    Wenn ich bedenke, dass Piloten mit 44 Jahren in Pension gehen, weil sie einer schweren Arbeit nachgehen, dann brauchen wir für Müllmänner ein neues Konzept!

    Im Pflegebereich wurde das geschaffen. Pflegerinnen, die gesundheitliche Probleme haben, können heute in den Gesundheitszentren arbeiten und beraten Angehörige bei der Nachsorge nach Krankenhausaufenthalten.

  3. Comtesse von Görtz sagt:

    Ich habe Herrn Dr. Siechaus Stil vor 29 Jahren in Göttingen erlebt und bin erschrocken, daß einem solchen Menschen die Führung sämtlicher Arbeitskräfte sowie deren Schicksale anvertraut wurde. Ich stehe nicht links und bin keine Freundin von Gewerkschaften, gehöre eher auf die Arbeitgeberseite, umso empörter bin ich, wenn ein solcher Mensch alle in Mißkredit bringt. Ich bin gerne bereit, Details über diesen Menschen an die Bloginhaberin zu verraten, sollte sie wieder Hire-and-Fire-Attacken befürchten. Auf seinen Namen bin ich übrigens zufällig in der Beispielliste eines online-Wörterbuchs gestoßen: Karambolage!! So einer so beispielgebend sein? Er kehre vor seiner Tür in Hamburg!

    Françoise Gräfin von Görtz und von Wrisberg, Frankreich
    fran270757@gmail.com

    • Ricarda sagt:

      In dem Buch Fit for Mobbing wird gezeigt: Schleimer hinterlassen immer eine Schleimspur. Im Lebenslauf von Siechau ist mir aufgefallen, dass dort nur steht, dass er vorher in einer Reihe von Wirtschaftsunternehmen tätig war. Wo er vorher gearbeitet hat, erscheint vorsorglich nicht.

      Es war auch hier nur wieder eine Frage der Zeit, bis sich Menschen melden würden, die mehr über seine Vergangenheit wissen.

      Wir sehen bisher allenfalls die Spitze des Eisberges. Um alle Betroffenen zu rehabilitieren, wartet noch viel Arbeit auf uns. Allerdings interessieren mich keine Gerüchte, sondern Fakten.

  4. Lindtmann sagt:

    Ich sage: .. „außen hui und innen pfui“
    .. und das bei einer „Anstalt des öffentlichen Rechts“ .. versteckt hinter diesem ..
    öffentlichen Unternehmen, werden ältere Mitarbeiter herausgesucht und gemobbt um sie los zu werden ..
    Taktik .. so lange bearbeiten bis sie mürbe sind und eventuell von selbst gehen … und die Verantwortlichen aalen sich in Scheinheiligkeit .. tolle Führung bei der Stadtreinigung Hamburg …

  5. Koch sagt:

    Ich bin auch bei der Stadtreinigung Hamburg beschäftigt und begrüße diese Urteile. Aber ich sage ihnen auch, dass es an der Tagesordnung ist die langjährigen Mitarbeiter der Stadtreinigung Hamburg zu Mobben wie z.B. die, die wirklich hart arbeiten müssen -Straßenreinigung und Müllabfuhr.
    Und es wird immer schlimmer.

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