Arbeitskreis VW – Verurteilung in den USA

Nachdem Ferdinand Piëch endgültig bei VW ausgeschieden ist und wir nun Rentner sind, haben wir unsere Aktie verkauft und fahren nicht mehr auf
.             die Hauptversammlung.

Dennoch geht die Arbeit im Arbeitskreis natürlich weiter.

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So begrüßen wir es, dass nun auch der zweite, für den Abgas-Skandal bei VW verantwortliche in den USA verurteilt wurde.

Spiegel schreibt dazu:

Wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen Umweltgesetze
sprach Richter Sean Cox am Mittwoch in Detroit eine siebenjährige Gefängnisstrafe
gegen den langjährigen VW-Angestellten Oliver Schmidt aus.

Damit wird deutlich, dass endlich auch ein Verstoß gegen Umweltgesetze
geahndet wird.
Wir alle sind Opfer des Diesel-Skandals, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze.

web schreibt:

Ob mit Oliver Schmidt ein Schlüsselspieler oder ein Bauernopfer verurteilt wurde,
bleibt ungewiss. – Die Ermittler in den USA gehen von einer Verschwörung
bis in oberste Kommando-Ebenen aus.
Dieses Format hat der bestenfalls der mittleren Führungsebene
zuzuordnende Manager nicht.

Schmidt selbst blickt heute verbittert und enttäuscht auf VW:
„Ich muss sagen, dass ich mich im Diesel-Skandal
von meinem Unternehmen missbraucht fühle“.
Sein Fehler sei vor allem gewesen, Befehle befolgt zu haben:
„Ich hätte diese Anweisungen ignorieren sollen.“

Wir wünschen uns nun, dass tiefer hingeschaut wird.
Die VW-Skandale sind nur möglich gewesen, weil das System VW,
das System Piech, sie möglich gemacht haben.
Es geht dabei auch weniger um die Frage, wer wann was wusste,
wie es von den Medien gern betont wird.
Es geht vielmehr um die Frage, wer was wann hätte wissen müssen!

Von Piech ist bekannt, dass sein Schreibtisch immer sauber ist.
Er hat nichts in schriftlicher Form entgegengenommen, heißt es.
Das wäre aber seine Pflicht gewesen.
Wir dürfen gespannt sein, ob man weiter die kleinen hängt und die großen laufen lässt.

Wie groß muss die Angst gewesen sein, nicht die Abgaswerte liefern zu können,
die von Piech und Winterkorn verlangt wurden, das Menschen zu Betrug
in solchem Umfang greifen?
Das System der Angst, das Piech geschaffen hat, das Winterkorn mitgetragen hat,
hat auch ihn letztlich den Job gekostet.

Es wäre sicher interessant, wenn das System der Angst am Beispiel Piech
mit den VW-Skandalen einmal aufgegriffen würde und Gegenstand
einer Doktorarbeit wäre.

Eine weitere Frage, die uns beschäftigt, ist die Frage der Haftung.
Alle, die sich einen VW-Diesel gekauft haben, der jetzt einen hohen Wertverlust hat,
haben sicher Ansprüche auf Schadensersatz.

Aber was ist mit uns ?

Wir alle atmen Abgase ein und sind gesundheitlich belastet.
Welchen Anspruch auf Schadensersatz haben wir gegen Piech,
Winterkorn und den VW-Konzern ?
Darüber redet niemand.  – Darüber muss aber geredet werden!

Wir haben es hier eindeutig mit Vorsatz zu tun und im Falle der Vorstände
und Aufsichtsräte mindestens mit grobfahrlässigem Verhalten.
Nach dem Aktiengesetz greift in diesen Fällen die persönliche Haftung.
Es geht also darum, zu prüfen, inwieweit man Piech und Winterkorn
persönlich haftbar machen kann.

Nachtrag:

Wir arbeiten im Juristischen Fachausschuss schon seit Jahren daran,
einen Bezug zu USA herzustellen, um Verantwortliche zu wesentlich höheren Schadenssummen verurteilen zu können.
Denn was in Deutschland an Schadensersatz geleistet wird, ist nahezu lächerlich.

In London wurden immerhin 1,3 Millionen € Schadensersatz für 3 Jahre Mobbing
erzielt im Falle von Helen Green ./. Deutsche Bank London.

Wenn die Medien heute fast alle von „voller Härte“ des Gerichts sprechen,
verkennen sie, dass die Rechtsprechung in USA von einem anderen,
wohl in Deutschland völlig unterschätzten Kaliber ist.

So wurde in USA der Gerichtsstand anerkannt im Falle eines Flugzeugabsturzes,
weil es nicht auszuschließen war, dass das Fahrgestell teilweise in USA gefertigt
worden war.
Die für die Todesopfer in USA erstrittenen Schadensersatzsummen lagen
deutlich über allem, was in Europa hätte erstritten werden können.

Margit Ricarda Rolf
– Mobbing-Zentrale –

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf – Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.

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