Initiativgruppe untersucht am Immanuel-Kant-Gymnasium Mobbing-Fälle

BAD OEYNHAUSEN
130 Schüler fühlen sich am Gymnasium schikaniert

Bad Oeynhausen (sba). Nina Peters (Name von der Redaktion frei erfunden) hat Angst, ist verzweifelt. Die 14-Jährige wird fast täglich von ihren Mitschülern schikaniert. Sie verstecken Ninas Schulsachen, beschimpfen sie als fette Sau und meiden sie bei Gruppenarbeiten.

Nina ist ein Mobbing-Opfer und kein Einzelfall: Jeder vierte Schüler am Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) ist davon betroffen, jeder zehnte Schüler wird akut gemobbt. Diese erschreckenden Zahlen fand eine Initiativgruppe des IKG heraus, die Ergebnisse präsentierten sie am Mittwoch beim Elternabend.

549 Schüler der Jahrgangsstufe 6 bis 9 befragte die Anti-Mobbing-Gruppe vergangenes Frühjahr. Heraus kamen harte Fakten: 130 Mal fühlten sich IKG-Schüler gemobbt, 15 Mal sogar durch Lehrer.
Mobbing-Fälle am IKG leicht über dem Durchschnitt der Schulen
Damit ist das Gymnasium leicht über dem Durchschnitt anderer Schulen. „Aber auch das ist ein Problem“, sagt Vater Henning Möller. „Das muss gelöst werden.“

Wie genau die Lösung am IKG aussehen wird, steht noch nicht fest. „Wir stecken noch in den Kinderschuhen“, sagt Kinder- und Jugendtherapeutin Alexandra Möller-Mingers. Wichtig sei jetzt erstmal, dass die Kinder Anlaufstellen kennen und sich nicht scheuen, diese zu nutzen.

Ansprechpartner für Kinder und auch Lehrer sind: Beratungslehrer, die Senior Partners in School (donnerstags von 9.30 bis 13 Uhr Sprechstunde), die Streitschlichter und ganz neu sind auch die Cyber Cops (helfen bei Mobbing über digitale Medien). Als Mittler bietet sich die Initiativgruppe Anti Mobbing an. „Wir können den passenden Ansprechpartner finden“, so Möller.

Info
Mobbing in der Schule
Die dauerhaften Schikanierungen können erflogreich nur von der Schule und in der Schule beendet werden. Dabei spielen die Eltern eine wichtige Rolle.

So besser nicht:

selbst mit den Eltern der Täter oder den Aktiven selbst sprechen.
dem Kind zu Gegengewalt raten.
dem Kind raten, sich mit Süßigkeiten oder Geld freizukaufen.
Ganz wichtig: Keine persönlichen Angelegenheiten oder vertraulichen Äußerungen des Kindes weitererzählen.

Besser so:

selbst gefasst bleiben, wenn das Kind von Mobbing erzählt. Sonst kann es passieren, dass das Kind wegen der heftigen Reaktionen der Eltern nichts mehr erzählen mag.
Vorfälle möglichst genau dokumentieren (Vorfall, Täter, Zeugen).
dem Kind deutlich machen, dass es keine Schuld trägt.
gemeinsam mit dem Kind überlegen, welcher Ansprechpartner mit einbezogen werden soll.

Quelle: http://www.nw-news.de/lokale_news/bad_oeynhausen/bad_oeynhausen/4669273_130_Schueler_fuehlen_sich_am_Gymnasium_schikaniert.html

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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