Mobbing – Schulanfänger aufgepasst!

In Hamburg sind die ersten Schulanfänger jetzt seit einigen Tagen unterwegs. In anderen Bundesländern haben sie noch Schonfrist. Aufgeregt waren sie, die kleinen Jungen und Mädchen, die mir begegneten. Einige überschlugen sich beim Plappern, andere schwiegen angespannt und hielten Muttis Hand ganz fest. Jeden Morgen begegnen sie mir, wenn ich mein Frühstück besorge, denn ich gehe direkt an der Grundschule vorbei.

Ich wünsche allen Schulanfängern, dass sie den Einstieg gut schaffen und wir nie beruflich miteinander zu tun bekommen, es sei denn, ich komme in den Unterricht zu einem Projekttag oder ich begleite eine Projektwoche. Ich wünsche euch allen, dass ihr die Schulzeit gut übersteht und Freude habt am Lernen in einer harmonischen Atmosphäre.

An die Muttis und Vatis möchte ich aber noch ein paar Worte richten.

Für Ihr Kind ist jetzt alles neu und aufregend. Vieles versteht es noch nicht, kommt sich vielleicht verloren vor und weiß auch nicht, welche Fragen es stellen soll. Beobachten Sie ihr Kind. Geht es gern zur Schule? Ist es begeistert und erzählt voller Freude über die vielen neuen Eindrücke und Erlebnisse? Oder kommt es müde und erschöpft nach Hause, möchte womöglich erstmal schlafen und zieht sich zurück? Und wie reagiert es am nächsten Tag? Freut es sich auf die Schule? Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind.

Wenn sich das Kind verändert, wenn kleine Jungen Bauchschmerzen bekommen, um die Nabelgegend herum, wenn Mädchen zunehmend blass sind, antriebslos, keinen Appetit haben, dann sollten Sie diese Beschwerden medizinisch abklären, aber auch hinterfragen. Wie ist das Verhältnis zu den anderen Kindern? Gibt es da jemanden, der Ihr Kind lächerlich macht, es ausgrenzt, schubst oder gar schlägt?

In der ersten Klasse? werden Sie fragen. Ja, solche Dinge beginnen sogar schon im Kindergarten. Wenn Ihr Kind nicht gern zur Schule geht, üben sie keinen Druck aus, sondern nehmen Sie sich die Zeit, herauszufinden, was die Ursache ist. Zeigen Sie Ihrem Kind unbedingt, dass Sie zu ihm stehen. „Wehr dich!“ ist der falsche Rat. Das war auch nicht schon früher so, zu Ihrer Kinderzeit. Das hat es auch nicht immer schon gegeben. Die Herausforderungen an Eltern und Lehrer sind heute um ein Vielfaches größer. Daher ist es wichtig, dass sie gerade jetzt einen guten Kontakt zu Ihrem Kind haben.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kind einen mobbingfreien Schulalltag. Und sollte es doch einmal Probleme geben, wenden Sie sich frühzeitig an mich.

Ihre
Margit Ricarda Rolf



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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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