Stadtreinigung Hamburg – die Hamburger Medien

Gefühlt mindestens 30 Mal habe ich heute gelesen,
wie supertoll die SRH ist, laut Siechau.
In Rekordzeit wurde fast überall der Dreck
der Silvesternacht beseitigt, dank der neuen Mitarbeiter
und dem neuen Konzept des Senats „Saubere Stadt.“

Uiii…  woran hat mich das nur erinnert?

Richtig !  –  Die aktuelle Kamera.
Die SRH hat nicht nur ihren Job gemacht, nein er wurde übererfüllt,
und das muss natürlich jetzt in allen Medien verbreitet werden.

Ich habe es bei Facebook gelesen, in den Nachrichten, im Stream bei GOOGLE
unter Nachrichten Hamburg…  – Es ist ja unglaublich.
Die ganze Stadt ist sauber.
(Meine Straße irgenwie noch nicht).
In der GOOGLE-Suche taucht die Nachricht sogar unter Schlagzeilen auf !

NDR schreibt:

Mit dem Start in das neue Jahr hat die Hamburger Stadtreinigung rund 20 Tonnen Feuerwerksmüll und Flaschen beseitigt. Sie war am Neujahrstag mit 120 Einsatzkräften und 50 Fahrzeugen in der Stadt unterwegs.

…als hätte es die Silvesternacht nie gegeben.
In der Vergangenheit hatte es bisweilen mehrere Wochen gedauert,
bis der Dreck beseitigt war.

schreibt das Abendblatt und die MOPO schreibt:

Auch die Stadtreinigung zog am späten Vormittag eine kleine Bilanz.
Per Twitter gab sie bekannt, dass es im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Müll aufzuräumen vor – geschätzt waren es dieses Mal „nur“ 15 Tonnen.
Letztes Jahr waren es noch 20 Tonnen.

Komisch, nicht ?
Als wir uns mit einigen von Bossing betroffenen Müllmännern an die Presse gewandt hatten, war niemand bereit, darüber zu berichten.

Doch eine:  Die taz.

Ich weiß schon, warum immer mehr Menschen keine Print-Medien mehr lesen,
kaum noch fernsehen und sich lieber über die sozialen Netzwerke informieren.
Wenn Medien sich so vor den Karren  spannen lassen, dann ist das verdient.

Mit gutem Journalismus hat das jedenfalls schon lange nichts mehr zu tun.

Margit Ricarda Rolf
– Mobbing-Zentrale –

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 12.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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3 Kommentare zu Stadtreinigung Hamburg – die Hamburger Medien

  1. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    wer als Journalist noch immer an Märchengeschichten glaubt und dieses immer und immer wieder sich von den gleichen Quellen vorgaukeln lässt, dem sei gesagt das er wohl sein Beruf verfehlt hat.

    Ein aufdeckender Journalismus geht allen nach und ist neutral, so denkt man jedenfalls, aber inzwischen müssen wir wohl uns eines besseren belehren lassen und erkennen ,das wir diesen auch nicht mehr trauen können.

    Deshalb sind Quellen im Internet um so hilfreicher die Live vor Ort durch Bilder und Kommentare berichten und je mehr Quellen man benutzt und dann selber für sich heraus filtert ,umso mehr kann man sich dann ein Bild von dem jeweiligen machen.

    Die taz wie Du richtig äußerst ist dabei mit eine Ausnahme und gilt als neutrale Berichterstattung und vorbildlicher Journalismus, so wie man ihn auch erwartet und nicht wie andere die Du schon erwähnt hast, die sich wohl kaufen lassen !

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

    • Ricarda sagt:

      Naja neutral würde ich die taz jetzt nicht unbedingt nennen, eher unabhängig. Obwohl das Abendblatt jetzt nicht mehr zur Springerpresse gehört, hat sich ja der Mitarbeiterstab nicht geändert und die Schreibe auch nicht. Und ja, wer die größten Anzeigen schaltet hat natürlich auch eine gute Presse. Da ist jede Form kritischer Berichterstattung von vornherein begrenzt.

  2. Karl-Peter sagt:

    PS. Das eingebettete Video ist nur SATIRE.
    Aber es erinnert uns alle an die alten? Zeiten, oder ?

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