Rutscht gut rein – ach ja – gute Vorsätze für 2018?

Da war doch was ?

Kleine Anregung für die Mülle:
( grad gefunden im Netz ) ,
veröffentlicht auf Linkedin von Guido Zander:

So zerstören Sie Ihren Betriebsfrieden zuverlässig !
10 Tipps zur Arbeitszeitgestaltung!

Kommen Sie als erster und gehen Sie als letzter. So haben Sie immer im Blick, ob Ihre Mitarbeiter auch lange genug am Arbeitsplatz sind. Sollte es Ihnen mal nicht möglich sein, sollten Sie um 19 Uhr einen Kontrollanruf auf der Festnetznummer machen. Zusätzlicher motivatorischer Effekt: Sollte der Mitarbeiter nichts mehr zu tun haben, langweilt er sich während des Telefonats nicht mehr und er hat das Gefühl, dass Sie sich um ihn kümmern. Für alle Fälle können Sie dann noch einen Arbeitsauftrag bis zum nächsten Tag geben. Seien Sie kreativ, Ihnen fällt bestimmt etwas ein!

2.      Kommunizieren Sie mit Mitarbeitern

Fragen Sie jeden, der um 17 Uhr nach Hause geht, ob er einen halben Tag Urlaub beantragt hat. Ermuntern Sie auch Ihre Mitarbeiter, diese Frage zu stellen. Dieser kleine Scherz kommt immer gut an und Humor ist gut fürs Betriebsklima!

 3. Halten Sie an bewährten Schichtplänen fest

Seit den 70er Jahren hat sich die Schichtfolge Früh-Spät-Nacht bewährt. Warum sollte man das jetzt ändern? Die Mitarbeiter sind glücklich, dass sie bereits heute wissen, ob Sie am Mittwoch in 3 Jahren Spätschicht haben. Dass die Schichten permanent abgesagt oder am Samstag nachgeholt werden und auch sonst nicht mehr passen, merkt ja zum Glück niemand. Dass es seit langem flexible Alternativmodelle gibt, fällt unter die Kategorie unnützes Wissen.

4.      Halten Sie keinen Reservebedarf vor.

Sie benötigen 30 Leute je Schicht? Dann reichen 30! Reservebedarf ist was für Weicheier. Urlaub sollte sowieso nur selten genommen werden (24 Tage im Jahr müssen reichen!) und wenn es dann doch nicht anderes geht und Mitarbeiter auch noch dreister weise krank werden, dann bekommen die Kollegen die Chance, in ihrer Freizeit durch Überstunden mehr zu verdienen.

Geheimtipp zur Mitarbeiterbindung: Empfehlen sie ihren Mitarbeitern, den Zusatzverdienst aus Überstunden in die Hausfinanzierung einzubeziehen. Das erhöht die Freiwilligkeit für zukünftige Überstunden. Wenn dann wegen der Belastung die Krankheitsquote steigt, können die restlichen Kollegen noch umso mehr verdienen. Angenehmer Nebeneffekt: Gehaltserhöhungen können moderat ausfallen, da die Mitarbeiter ja sowieso schon so viel bekommen.

5.      Definieren Sie lange Kernzeiten

Gleitzeit ist gut, aber man muss es ja nicht übertreiben. Setzen Sie die Kernzeit von 9 bis 17 Uhr fest. So kommt zumindest niemand auf die Idee, vor 17 Uhr zu gehen. Außerdem können dann zwischen 9 und 17 Uhr ununterbrochen produktive Meetings abgehalten werden, weil ja sowieso jeder da ist.

6.      Vermeiden sie Planung

Warum sollte man planen? Die Realität sieht doch sowieso immer anders aus, also sparen Sie sich die Zeit. Motivierte Mitarbeiter passen ihre Arbeitszeit sowieso kurzfristig an den Bedarf an (und wen interessiert das dann noch, dass die Bedarfsänderung bereits zwei Wochen vorher absehbar war?). Wem das zu kurzfristig ist, der soll halt Beamter werden.

7.      Beziehen Sie Mitarbeiter nicht in die Personaleinsatzplanung ein

Sie oder Ihr Planer wissen am besten, wie gearbeitet werden muss. Geben Sie daher die Arbeitszeiten einseitig vor. Das zeigt Führungsstärke und gibt den Mitarbeitern Orientierung. Wer will schon an der Theateraufführung seiner Kinder teilnehmen? Das haben Sie schließlich auch nie gemacht und mittlerweile belästigt Sie ihre Ex-Frau zum Glück auch nicht mehr mit so einem unsäglichen Ansinnen.

8.      Betriebsvereinbarungen werden ausschließlich von HR verhandelt

Am besten werden Betriebsvereinbarungen zur Arbeitszeit zwischen HR und idealerweise seit 30 Jahren komplett freigestellten Betriebsräten verhandelt. Auf diese Weise kann man am besten wie auf dem Basar tolle Kompromisse über Arbeitszeiten, Ankündigungsfristen etc. schließen. Zuviel Praxiswissen stört da. Am Ende könnte sich noch jemand erdreisten anzumerken, dass die Regelung nicht zum betrieblichen Bedarf und den Wünschen der Mitarbeiter passt! Das würde den Verhandlungsprozess nur unnötig in die Länge ziehen und das womöglich noch am Freitag um 14 Uhr…

9.      Vermeiden Sie Teilzeit

Machen Sie von Anfang an klar, dass Teilzeit in Ihrem Betrieb nicht erwünscht ist. Wie soll sich denn eine Teilzeitkraft bitteschön an die Kernzeiten (siehe Punkt: Definieren Sie eine Kernzeit) halten? Und um 19 Uhr sind die auch nicht mehr erreichbar. Mit wem sollen Sie denn dann telefonieren? Eine gut organisierte Familie schafft es, Kinder groß zu ziehen und Vollzeit zu arbeiten. Alles andere ist ein Zeichen für mangelnde Organisation und sowas wollen Sie nicht in Ihrem Unternehmen haben. Und wenn man Teilzeit gezielt zum Abdecken von Bedarfsspitzen einsetzen möchte, müsste man ja seine Bedarfe kennen und planen. Und wir wissen ja, ein Plan ist sowieso immer falsch…

10.  Ignorieren Sie den demografischen Wandel

Seit Jahren will Ihnen die Lügenpresse weis machen, dass unsere Gesellschaft altert. Ähnlich wie beim Klimawandel handelt es hierbei um Fake News, um nicht bewiesene Behauptungen von Wissenschaftlern und Beratern. Wenn es keine Kinder mehr gibt, woher kommen denn dann die ganzen Teilzeitwünsche auf Ihrem Schreibtisch? Außerdem dient das ja nur als Vorwand, damit die älteren Kollegen Arbeitszeit reduzieren können, damit sie mehr Zeit zum Golfen haben. Das wäre den jüngeren Kollegen gegenüber unfair. Am Ende wollen die dann noch Elternzeit oder so ein neumodisches Zeug wie ein Saba… äh halt so eine Art verlängerten Urlaub oder gar noch sowas wie Lebensarbeitszeit? Nicht auszudenken!

Guido Zander ist Geschäftsführender Partner bei SSZ, der Unternehmensberatung für ArbeitszeitPersonaleinsatzplanung und Workforce Management.

Darüber hinaus ist er Mitglied bei der Zukunftsinitiative Personal, deren Mitglieder, alle langjährige Key-Player im HR-Markt, Unternehmen und Organisationen aufzeigen möchten, wie sie die heutigen und zukünftigen Herausforderungen des Wandels durch ein umfassendes HR-Management meistern können.

Eure Ricarda

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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2 Kommentare zu Rutscht gut rein – ach ja – gute Vorsätze für 2018?

  1. Gemobbter Muellmann aus SRH sagt:

    Hi Ricarda,

    was hast Du denn jetzt angerichtet ?

    Auf welcher Seite stehst du, wenn Du sowas veröffentlichst ?!

    Du bringst unseren AG noch auf tolle Ideen, diese noch Umzusetzen ;-), wenn er sie nicht schon umgesetzt hat !

    Wirklich klasse … Applaus, Applaus …

    LG an alle nicht (!) mobbenden Kollegen der SRH und anderen in ganz Deutschland

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