Mobbingberatung mit Maske und Abstand?

Ich gehe mit Betroffenen sogar bis in den Gerichtssaal, begleite sie zum Betriebsrat, zur Polizei, zum Arbeitgeber, zum Rechtsanwalt, zum Arzt, zum Ehepartner, wenn es sein muss. Voraussetzung dafür ist Vertrauen.

Und nun stellt euch bitte mal als vertrauensbildende Maßnahme eine Beratung vor, beide maskiert mit 1,5 m Abstand.

Wie sollte das funktionieren?

Der Blick in die Augen, die Mimik, zurück gehaltene Tränen, Zucken um den Mund…

eine Maske und persönliche Beratung gehören nicht zusammen. Niemals!

Manchmal nach der Beratung werde ich spontan in den Arm genommen, manchmal drückt mir jemand die Hand und schüttelt sie – ohne Worte – oder legt mir seine Hand auf den Arm.

Wer immer Maske und Abstand fordert, hat von Menschen und ihren Bedürfnissen keine Ahnung. Menschen brauchen keine Regeln. Menschen brauchen konkrete Hilfe mit Gefühl und Verstand.

Solange wir Maskenzwang und Abstandsregeln haben, ist Mobbingberatung nicht möglich. Halbe Sachen machen wir nicht!

Ganz bestimmt gibt es ein Leben nach Corona.

Das gilt sicher nicht nur für uns, sondern für alle beratenden Berufe, für die Vertrauen die Basis ist.

 

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 12.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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