Unbeschulbar – wenn Konflikte eskalieren

Ein Schüler rastet aus, weil ein Mitschüler seine Mutter provozierend angeschaut hat.
Er hat einen Migrationshintergrund und gilt als unbeschulbar.

Ein Jahr lang war er an einer anderen Schule untergebracht.
Die Maßnahme wurde abgebrochen, weil sie erfolglos blieb.
Nun sollte er an seine alte Schule zurück.

Wieso hatte er ein Messer bei sich ?

Der Fall zeigt mir wieder einmal, wie hilflos das System Schule ist
und wie sehr es unsere Kinder kaputt macht.
Es gibt Handlungsrahmen, die besser sind,
als ein Kind auf eine andere Schule zu schicken,
in der Hoffnung, dort würden sich die Probleme lösen lassen.
Das System Schule macht es sich zu leicht.
So schreibt t-online:

Schule als sicheren und geborgenen Ort erleben

Damit solche Einsichten nachhaltig wirksam sind,
finden in der „Schule am Geisberg“ zusätzlich etwa
alle sechs Wochen für jeden Schüler Förderplangespräche
mit dem Klassenlehrer, den zuständigen Sozialpädagogen
und den Eltern statt.
Im Mittelpunkt stehen dann wieder die Stärken und Ressourcen der Kinder.
Das motiviert, und die Förderschüler können Schule unter anderen Vorzeichen
als früher erleben, so die guten Erfahrung von Wera Bleimehl:
„Die meisten Kinder, die hier unterrichtet werden, fühlen sich wohl.
Unser Ziel ist es, sie zu befähigen das Lernen wert zu schätzen und Schule
nun als sicheren, geborgenen Ort zu erleben, wo sie Anerkennung, Spaß
und Respekt erfahren und nicht das Gefühl haben, gedemütigt oder
über-  beziehungsweise unterfordert zu werden.“

Wo ist Schule heute noch ein Ort der Geborgenheit?

Ich möchte Richard David Precht noch einmal zu Wort kommen lassen:

etwas krasser Adrian Rouzbeh :

Wenn Kinder nicht lernen mit Konflikten umzugehen,
wenn nicht hinter die Konflikte geschaut wird,
dann dürfen wir uns über solche Ergebnisse wie oben nicht wundern.
Wir brauchen ein ganz anderes, ein kindgerechtes Bildungssystem.

Von einer GroKo erwarte ich das übrigens nicht !
.                                                                              Ricarda

.
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:

 

 

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Über Ricarda

Margit Ricarda Rolf - Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale mit mehr als 11.000 erfolgreich beendeten Mobbingfällen.
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Ein Kommentar zu Unbeschulbar – wenn Konflikte eskalieren

  1. Ricarda sagt:

    Ich stehe mit meinen Gedanken nicht ganz allein. Die taz schreibt heute dazu einen Artikel unter dem Titel Zu wenig Personal

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